Nach solch einem packenden Spielverlauf hatte es bis zur Pause nicht ausgesehen. Die Rheinländer, die zuletzt in zehn Partien in Bremen nur einen mageren Zähler geholt hatten, standen in der Defensive lange dicht gestaffelt und attackierten früh. Und sie suchten zudem schnell den Weg in die Bremer Hälfte. Wie unzufrieden Werder-Trainer Thomas Schaaf anfangs war, dokumentierte er mit einer der ungewöhnlichsten Auswechslungen seiner Laufbahn: Bereits acht Minuten vor der Pause holte der Coach gleich zwei Spieler vom Platz - Höchststrafe für Mehmet Ekici und Lukas Schmitz. Das Spiel nach dem schnellen Kopfballtor des ungedeckten Clemens ärgerte den Coach offensichtlich fast so sehr wie die Schiedsrichter-Leistung von Michael Weiner. Schaaf wirbelte seine Aufstellung durcheinander, brachte für den Zehner und den Linksverteidiger den Sechser Philipp Bargfrede und den Stürmer Markus Rosenberg. Besser wurde es dadurch nicht sofort. Vielmehr nutzten die Kölner das folgende Durcheinander in der Bremer Mannschaft schnell zum zweiten Treffer durch den lässig abgeschlossenen Konter von Podolski. Podolski war auf dem Papier als einziger Stürmer der Alleinunterhalter im Sturm, doch erhielt er in der ersten Halbzeit viel Unterstützung aus dem Mittelfeld. Der seit Wochen erfolgreiche Nationalspieler glänzte erneut, sowohl als Vorlagengeber beim ersten Treffer als auch beim eigenen Abschluss. Nach dem Wechsel war er allerdings zwangsläufig auch mit Abwehraufgaben beschäftigt.
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