Choupo-Moting will über Mainz zur WM in Brasilien
Mainz (dpa) - 04.11.2011, 10:36 Uhr
Der gebürtige Hamburger Eric-Maxim Choupo-Moting (l) spielt seit der WM 2010 für Kamerun. Foto: Fredrik von Erichsen
Das Abenteuer in Südafrika hat Eric Maxim Choupo-Moting Lust auf mehr gemacht. «Mein Traum ist die WM 2014 in Brasilien», sagt der Offensivspieler vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05, der seit der Weltmeisterschaft 2010 zum Stamm der Auswahl Kameruns gehört. Der 22 Jahre alte gebürtige Hamburger hätte auch den Adler auf der Brust tragen können. Doch nach Stationen in der U19 und U21 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied er sich für das Heimatland seines Vaters und ist begeistert. «Da gibt es nur Flop oder Top. Wenn du gewinnst, wirst du gefeiert. Wenn du verlierst, kommst du kaum aus dem Stadion raus.» In Südafrika war die WM-Party für ihn an der Seite von Weltstar Samuel Eto'o schon nach der Vorrunde beendet. Auch der Afrika-Cup 2012 geht ohne Kamerun über die Bühne, Senegal schnappte den «unzähmbaren Löwen» den Gruppensieg weg. Choupo-Moting hatte zumindest ein Erfolgserlebnis, als ihm im bedeutungslosen Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo der Siegtreffer zum 3:2 gelang. «Für 2013 greifen wir wieder an, und natürlich für 2014», sagte der Mainzer, für den «jede Minute mit Kamerun ein Genuss» ist.
Den Spaß am Spiel hat er auch am Rhein nicht verloren. Die 05er sind die dritte Profi-Station des Mittelfeldspielers mit Sturmdrang. Beim Hamburger SV unterzeichnete er seinen ersten Vertrag. Als es an der Elbe nicht so lief, wurde Choupo-Moting an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Nach der Rückkehr sollte ein weiteres Ausleihgeschäft in der Winterpause 2010 zum 1. FC Köln führen. Es scheiterte allerdings an Problemen bei der Fax-Übermittlung, wodurch der unterschriebene Vertrag nicht rechtzeitig in der Geschäftsstelle der Rheinländer ankam. 2011 lief sein Kontrakt beim HSV aus und Mainz griff sich den talentierten und vielseitigen Spieler. «Er hat eine enorme körperliche Präsenz, einerseits durch seine Körpergröße, aber auch durch seine Ausstrahlung», sagte Trainer Thomas Tuchel, der sich sehr um den 1,90 Meter langen Schlaks bemühte. |