Fink will Siegeswillen aufzwingen - Lob für Magath
Hamburg (dpa) - 21.10.2011, 10:45 Uhr
Thorsten Fink steht vor seinem ersten Bundesliga-Einsatz als HSV-Trainer. Foto: Angelika Warmuth
Mit Leidenschaft und Feuer will Thorsten Fink beweisen, dass der Hamburger SV trainierbar ist. Und zwar auf Dauer. Der selbstbewusste Ex-Coach des FC Basel gibt zwar zu, vor seiner Premiere als Trainer in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg aufgeregt zu sein, an seinem unbedingten Siegeswillen lässt er aber keine Zweifel. «Wäre ich nicht aufgeregt, müsste ich meinen Beruf an den Nagel hängen. Es ist eine gute Portion Angespanntheit», betonte der Trainer des Tabellenletzten. «Er hat einfach Feuer, wie er mit uns umgeht», sagt Kapitän Heiko Westermann über den Oenning-Nachfolger, der viel lobt, aber auch viel fordert. «Fink bringt eine Linie rein, er tut uns gut.» Wie zuletzt Thomas Doll gestikuliert der ehemalige Mittelfeldabräumer auf dem Übungsgelände am Volkspark, er unterbricht lautstark die Spielzüge und tritt auch selbst noch gern gegen den Ball.
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In der Hansestadt ist das Fink-Fieber ausgebrochen, was der resolute Cheftrainer zwar gern zur Kenntnis nimmt, aber nicht zu hoch hängt: «Ich bin da sehr vorsichtig: Verliere ich zwei Spiele, ist das alles vorbei.» Er könne mit der Rolle des neuen Heilsbringers gut umgehen, «schon als Spieler wurden hohe Ansprüche an mich gestellt». Nach zwei Siegen in den vorigen drei Partien soll es für den HSV auch zu Hause aufwärtsgehen. Der «Heimfluch» dauert seit acht Spielen an - seit dem 6:2-Erfolg am 19. März zum Einstand von Vorgänger Michael Oenning gegen den 1. FC Köln. «Jede Serie reißt einmal», meint Fink. Er äußert sich nur positiv über das Gerüst der Mannschaft, will keinen einzelnen herausheben und lässt offen, wem er das Vertrauen schenken wird. |