Hoeneß-Einkauf Mandzukic macht Magath froh
Wolfsburg (dpa) - 16.10.2011, 10:27 Uhr
Er machte den Unterschied: Wolfsburgs Torschütze Mario Mandzukic. Foto: Jochen Lübke.
Ausgerechnet ein Einkauf von Dieter Hoeneß machte Felix Magath froh. Mario Mandzukic durfte das eher seltene Lob des allmächtigen Trainer-Geschäftsführers genießen, denn er sicherte dem VfL Wolfsburg beim 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg den dritten Bundesliga-Heimsieg in Serie. «Er ist ein Angreifer von internationaler Qualität», schwärmte Magath über den kroatischen Fußball-Nationalspieler, der vom ungeliebten Vorgänger verpflichtet worden war und zuletzt auch heftige Kritik einstecken musste. Mandzukic ist der angenehme Anteil der Ära von Hoeneß, dessen sonstige Einkäufe von Magath weitestgehend aussortiert worden sind. «Mario ist ein Topmann, das ist sicher», sagte der Trainer und Manager des VfL anerkennend. «Er hat mit Diego Benaglio zusammen das Spiel gewonnen», analysierte der mächtige Mann des VW-Werksclubs treffend und nannte in dem Keeper den zweiten Matchwinner - den er selber in seiner ersten Amtszeit nach Wolfsburg geholt hatte.
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Manduzkic erzielte per Kopf (24.) und per Foulelfmeter (83.) seine Saisontreffer vier und fünf. So rettete er nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christian Eigler (70.) den Sieg. «Es hängt viel von ihm ab», sagte Magath über den von Hoeneß für rund sieben Millionen Euro von Dinamo Zagreb geholten Angreifer. In der Vorsaison traf der 25-Jährige bereits achtmal, und zwar in den sieben letzten Spielen der Saison. Vor allem mit seinen beiden Treffern im entscheidenden Spiel gegen Hoffenheim hatte er wesentlichen Anteil am späten Klassenerhalt. Dass mit Magath trotzdem nicht zu spaßen ist und Dankbarkeit in der Bundesliga eine kurze Halbwertszeit hat, erlebte der Stürmer zu Beginn der Saison. Wegen taktischer Undiszipliniertheit musste er eine Geldstrafe zahlen, angeblich 10 000 Euro. «Ich bin immer bereit, Kritik auch anzunehmen», versicherte Mandzukic und sagte zum Tadel des Trainers: «So etwas macht mich nicht böse. Ich versuche immer, das umzusetzen, was er vorgibt.» Gegen Nürnberg half er in der Schlussphase sogar als Abräumer vor dem eigenen Strafraum. |