VfL schlägt Nürnberg 2:1 und rückt vor
Wolfsburg (dpa) - 15.10.2011, 18:15 Uhr
Mario Mandzukic (r) bejubelt das 1:0 für Wolfsburg, Nürnbergs Timmy Simons lässt den Kopf hängen. Foto: Jochen Lübke.
Die Mitspieler bedankten sich zuerst bei den beiden Matchwinnern: Torwart Diego Benaglio und der doppelte Torschütze Mario Mandzukic retteten dem VfL Wolfsburg beim 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg den dritten Heimsieg in Folge. Durch den Erfolg überholte der ambitionierte VW-Werksclub den «Club» in der Tabelle der Fußball-Bundesliga. «Er war heute in sehr guter Verfassung», lobte Trainer Felix Magath den Doppel-Torschützen. «Er hat uns gemeinsam mit Benaglio das Spiel gewonnen.» Die VfL-Tore erzielte der auch kämpferisch starke Mandzukic per Kopf (24.) und per Foulelfmeter (83.). Die Treffer des kroatischen Nationalspielers reichten den Hausherren, weil Nürnberg vor 27 112 Zuschauern lediglich zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christian Eigler (70.) kam. «Ich kann das schwer akzeptieren», klagte Nürnbergs Coach Dieter Hecking: «Wir müssen nicht nur 45 Minuten so agieren wie in der zweiten Halbzeit, sondern 90 Minuten.» Die Wolfsburger waren gegen den Gast aus Franken insgesamt die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Der VfL versuchte mit zwei Neulingen von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, und erarbeitete sich insgesamt ein deutliches Übergewicht. Nur nutzten die Wolfsburger ihre Chancen nicht konsequent und mussten bis zu Mandzukic' fünftem Saisontor zittern.
Mit dem 20 Jahre alten Mittelfeldspieler Yohandry Orozco und dem 19 Jahre alten Abwehrspieler Bjarne Thoelke hatte Magath zwei junge Neulinge gebracht und zudem mit dem 34-jährigen Routinier Hasan Salihamidzic als Rechtsverteidiger überrascht. Der Spielaufbau des VfL wirkte zielstrebiger, lief erfolgreich vor allem über die rechte Seite mit Ashkan Dejagah. Der Deutsch-Iraner bereitete mit einer Flanke auch das Führungstor durch Mandzukics Kopfball vor - dabei sah FCN-Keeper Alexander Stephan nicht gut aus. Dass der VfL nicht mehr Tore schoss, lag dann aber doch vor allem am später starken Schlussmann, der etwa gegen den eingewechselten Thomas Hitzlsperger (55.) prächtig parierte. Beim Strafstoß von Mandzukic nach Foul von Mike Frantz an Dejagah war er machtlos. |