Mit der Führung im Rücken konnten die 96-Profis ihr Lieblingsspiel aufziehen - den Gegner kommen lassen und schnell kontern. Und genau so fiel das zweite Tor, als Hannover nach einem der vielen Ballverluste von Bargfrede flott umschaltete und Jan Schlaudraff gekonnt auf den in die Spitze laufenden Abdellaoue spielte. Bei schnellen Gegenangriffen blieb Hannover die gesamte Spielzeit über gefährlich. Die besten Chancen vergaben Schlaudraff mit einem Heber aufs Netz (42.) und Christian Pander bei einem Pfostenschuss (50.), ehe Abdellaoue erneut traf. Der Norweger stand goldrichtig, als der Ball nach Vorarbeit von Stindl und Pinto vor seine Füße fiel. Werder hatte zwar mehr Ballbesitz und mehr gewonnene Zweikämpfe auf der Plusseite, aber gefährlich in den Strafraum kamen die Gäste erst nach dem Wechsel. Zu umständlich wirkte das Offensivspiel der Bremer die meiste Zeit. Bis zum Tor von Arnautovic, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine Vorlage von Pizarro ins rechte Eck schoss, spielte Werder sich nicht eine einzige Torchance heraus. Marko Marin, der im Gegensatz zum Hertha-Spiel statt Mehmet Ekici auf der Zehner-Position startete, wirbelte zwar, konnte sich jedoch nicht entscheidend durchsetzen. Meistens lief er sich in Hannovers Abwehr fest. Arnautovic stand oft im Abseits, auch bei einem nicht gegebenen Treffer (31.). Stärker war sein Sturmpartner Pizarro, der mit einem Pfostenschuss aus spitzem Winkel (47.) Pech hatte. Eine weitere gute Chance vergab der eingewechselte Ekici, der einen Freistoß an die Latte (76.) setzte, ehe Pizarro doch noch traf. Aber der Treffer des Peruaners nach Vorlage von Clemens Fritz kam zu spät.
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