Nicht nur Tönnies erwartet nach dem überraschenden Rücktritt von Rangnick und der schmutzigen Trennung von Felix Magath, dass nun Ruhe einkehrt. «Er wird Schalke die Tradition zurückgeben, die unter Felix Magath verloren gegangen ist», sagte Marc Wilmots, Spieler der von Stevens trainierten «Eurofighter»-Generation der Zeitung «Die Welt». Stevens leitete bereits am Dienstagmorgen erstmals das Training in Gelsenkirchen. Mehrere Hundert Fans empfingen ihn mit Applaus. Einige der Schalker Profis wussten beim Eintreffen auf dem Trainingsgelände noch gar nichts von der Verpflichtung. Erst wenige Minuten vor Beginn der zweiten Ära Stevens wurden sie von Heldt und Geschäftsführer Peter Peters informiert. Am Ende ist es bei der Suche nach einem neuen Chefcoach des Bundesliga-Fünften sehr schnell gegangen. «Die Gespräche waren sehr positiv und harmonisch», berichtete Stevens, der auch beim Hamburger SV im Gespräch war. Nun wird er schon im Europa-League-Spiel gegen Maccabi Haifa und am Sonntag - pikanterweise - beim HSV auf der Bank sitzen. Ausgerechnet beim Stevens-Einstand verletzte sich Starstürmer Raúl, der einen Schlag gegen das Sprunggelenk bekam und um seinen Einsatz gegen Haifa bangen muss. Mit Stevens werden auf Schalke die größten Erfolge der Clubgeschichte verbunden: Der Revierverein gewann 1997 unter seiner Regie den UEFA-Cup. 2001 und 2002 holten die Gelsenkirchener den DFB-Pokal. Zudem wurden die Schalker 2001 deutscher Vize-Meister. Die Fans wählten ihn 1999 zum «Jahrhunderttrainer» Stevens ist mit fünf Jahren und neun Monaten der Trainer mit der längsten Amtszeit auf Schalke. 2002 ging er freiwillig, wechselte zu Hertha BSC, saß in der Bundesliga aber auch beim Hamburger SV und dem 1. FC Köln auf der Bank. Zuletzt war er bis April bei Red Bull Salzburg tätig, wo er im April trotz Vertrags bis 2012 allerdings vorzeitig gehen musste.
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