Was folgte, war mehr als ein Klassenunterschied. Die Bayern dominierten nach Belieben, allerdings ohne sich drei Tage vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Manchester City zu verausgaben. Gegen das Münchner Defensiv-Bollwerk agierte Leverkusen ohne den gesperrten Nationalspieler André Schürrle und den erkrankten Michael Ballack mut- und einfallslos. Kießling hatte in der 11. Minute eine Chance, seinen laschen Schuss parierte Manuel Neuer aber locker. Die Bayern beherrschten Ball und Gegner - und legten frühzeitig ein zweites Tor nach. Dass der Schuss von Innenverteidiger van Buyten bei seinem indirekten Freistoß durch die Leverkusener Abwehrmauer flog, passte ins desolate Bild des Bayer-Auftritts. Im 33. Ligaspiel in München setzte es für den Werksclub die 25. Niederlage; der letzte von nur zwei Siegen bei den Bayern gelang im Oktober 1989 (1:0). Auch wenn die Bayern nach dem Seitenwechsel bisweilen etwas lässig ihren 2:0-Vorsprung verwalteten, kamen sie nicht in Gefahr. Immerhin konnte der seit 838 Pflichtspielminuten unbezwungene Nationaltorhüter Neuer bei einem Schuss von Gonzalo Castro nochmal beweisen, dass auch seine Anwesenheit auf dem Platz nicht völlig überflüssig war (52.). Letzter Höhepunkt einer einseitigen Partie war das kurze Comeback von Robben, der nach fünfwöchiger Verletzungspause wegen einer Schambeinentzündung in der 78. Minute die frenetisch umjubelte Rückkehr ins Team feierte. Mit seinem zweiten Saisontor krönte der Niederländer seinen Auftritt. «Es war wichtig, wieder den Rhythmus zu bekommen. Ich habe mich richtig gefreut, in eine so starke Mannschaft wieder reinzukommen», sagte Robben.
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