Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer freut sich auf das erste Bundesliga-Spiel im Bayern-Trikot beim FC Schalke 04 - und will sich von möglichen Pfiffen oder Unmutsbekundungen nicht aus der Konzentration bringen lassen.
«Ich denke, dass ist dann nicht das erste Pfeifkonzert, das ich erlebt habe, da gab es schon andere Spiele. In den Spielen war es immer wichtig für mich, bei der Sache zu bleiben, mich auf das Spiel zu konzentrieren und den Fokus auf den Ball und nicht auf den Rängen zu haben», sagte Neuer in München. Seine Serie von 658 Minuten ohne Gegentreffer soll auch zum Abschluss des Bundesliga-Spieltags am Sonntag halten.
Mit der Nationalmannschaft lief der 25-Jährige vor zwei Wochen bereits in seiner Fußball-Heimat auf. «Jetzt ist es natürlich so, dass das Stadion nicht weiß ist, sondern blau-weiß und der typische Schalke-Fan nicht unbedingt der Nationalmannschafts-Fan ist», sagte Neuer. «Es wird auf jeden Fall ein anderes Spiel, auch die Stimmung wird ein bisschen aufgeheizter, lauter sein. Gerade auch weil man gegen Bayern München spielt und ich im anderen Trikot auflaufen werde.»
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Eine Bitte oder einen Appell an die Gelsenkirchener Fans, die zum Teil im Internet schon Proteste ankündigten, gab es von Neuer nicht. «Das Publikum auf Schalke ist sehr emotional und man weiß, dass die Menschen dort den Fußball auch leben. Ich habe viel für den Verein getan, ich habe lange auf Schalke gespielt - wer dann pfeift oder jubelt, muss das selber wissen», betonte der Torhüter.