«Taktik-Sünder» Mandzukic wird Magaths Ruhestifter
Wolfsburg (dpa) - 12.09.2011, 13:08 Uhr
Wolfsburgs Torschütze Mario Mandzukic (M) wird von seinen Mitspielern Makoto Hasebe (l) und Srdjan Lakic gefeiert.
Vom «Taktik-Sünder» zum Ruhestifter: Diesmal lief und stand Mario Mandzukic zur vollsten Zufriedenheit des gestrengen Felix Magath. Der wegen dubioser Geldstrafen, zahlreichen Transfers und des Saisonfehlstarts in die Kritik geratene Fußball-Coach des VfL Wolfsburg kann sich nach dem 2:1 (1:1) gegen seinen Ex-Club Schalke 04 wieder auf die Trainingsarbeit konzentrieren. «Ich freue mich, dass sich die Mannschaft von den Störfeuern zuletzt nicht hat beeindrucken lassen und konzentriert zu Werke gegangen ist», sagte Magath nach dem für ihn besonders süßen Sieg gegen den ungeliebten Trainer-Kollegen Ralf Rangnick. Vor allem Doppeltorschütze Mandzukic war völlig unbeeindruckt trotz der 10 000-Euro-Geldstrafe, die der kroatische Torjäger nach dem 1:4 in Gladbach am dritten Spieltag von Magath wegen angeblich taktischen Fehlverhaltens aufgebrummt bekam. Reden wollte Mandzukic darüber nicht mehr. «Das mag ich nicht kommentieren. Der Trainer entscheidet. Wenn er das sagt, ist das so», sprach der Matchwinner brav. Seine Laufwege dürften Magath diesmal gefallen haben.
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Während Sturmpartner Patrick Helmes, der ebenfalls zahlen musste, 90 Minuten auf der Bank schmorte, stand Mandzukic beim 1:1 (13. Minute) und vor allem beim Siegtor (82.) goldrichtig, als er einen Freistoß von Marcel Schäfer abfälschte. «Natürlich bin ich glücklich. Der Sieg bedeutet uns viel», sagte Mandzukic. Wie groß der Druck nach zuvor nur einem Sieg beim hochambitionierten Volkswagen-Club gewesen ist, offenbarte Kapitän Christian Träsch: «Drei Punkte aus fünf Spielen, das wäre fatal gewesen.» Damit der von Magath mit zwölf Neuen und 13 Abgängen schwer durcheinandergewirbelte Kader mitten in der Saison schnell zusammenwächst, hilft nun auch die Mannschaft selbst mit. Am Donnerstag im Training hatten Träsch und Kapitäns-Vorgänger Schäfer die Kollegen nach schwierigen Tagen auf die kommenden Aufgaben eingeschworen. Zudem soll es vor dem Spiel eine Teamsitzung ohne Magath gegeben haben. Was immer auch gemacht wurde, es half. «Heute hat jeder dem anderen geholfen. Das ist ein kleiner Schritt», sagte Träsch. «Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.» |