Bayern enteilt dem BVB - Gnadenfrist für Oenning
Düsseldorf (dpa) - 11.09.2011, 19:30 Uhr
Die Bayern um Mario Gomez (l-r),Toni Kroos und Thomas Müller durften schon früh jubeln.
Der Rekordmeister im Torrausch, der Titelverteidiger im Abwind - in dem von vielen Experten prognostizierten Bundesliga-Zweikampf zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ist der Revierclub bereits am 5. Spieltag mächtig ins Hintertreffen geraten. Nach dem 1:2 gegen Aufsteiger Hertha BSC liegt der BVB fünf Punkte hinter den Münchnern zurück. Dagegen spielte der Tabellenführer beim 7:0 über Freiburg groß auf. Nicht nur die jüngste Bilanz mit vier Siegen und 16:0 Toren, sondern auch der Kommentar von Trainer Jupp Heynckes schüchtert die Konkurrenz ein: «Ich denke, dass die Mannschaft noch Luft nach oben hat.» Auch Verfolger FC Schalke 04 muss Bayern München ziehen lassen. Die Schalker verloren beim VfL Wolfsburg mit 1:2 und haben jetzt drei Punkte Rückstand. Ausgerechnet Ex-Trainer Felix Magath beendete Schalkes Erfolgsserie von zuvor drei Siegen. Der 1. FC Köln kassierte durch zwei von Pedro Geromel verursachte Foulelfmeter eine 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Die Franken kletterten auf den siebten Tabellenplatz.
Rechtzeitig vor dem Start in die Gruppenphase der Champions League präsentierten sich Bayerns «Ballermänner» in Galaform. «Wenn wir gewollt hätten, hätten wir zweistellig gewinnen können, aber wir haben uns in der zweiten Halbzeit ein bisschen geschont für Villareal», sagte Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger. Nur zwei Wochen nach seinem Dreierpack von Kaiserslautern steuerte Mario Gomez vier Treffer zum Kantersieg bei. Angesichts der Münchner Dominanz und der höchsten Bundesligaschlappe der Vereinshistorie fand Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner deutliche Worte: «Wir haben richtig den Arsch vollbekommen.» Von einer gelungenen Generalprobe für das Duell mit dem FC Arsenal konnte beim schwächelnden Meister aus Dortmund jedoch keine Rede sein. Beim 1:2 gegen Hertha BSC griffen die einst als Zauberfußballer gefeierten BVB-Profis in ihrer Not sogar zur Brechstange. Doch der planlose Schlussspurt konnte die erste Heimschlappe seit 18 Spielen nicht abwenden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte diese jedoch nicht als Indiz für das nahe Ende des Dortmunder Fußball-Märchens werten: «Ich bin tief enttäuscht, will aus dieser Niederlage aber keinen Trend ableiten.» |