Hoffenheim vertreibt Mainz-Fluch mit 4:0-Sieg
Mainz (dpa) - 10.09.2011, 19:16 Uhr
Hoffenheims Roberto Firmino (r) ist am Mainzer Torwart Heinz Müller vorbei und schießt zum 1:0 ein.
1899 Hoffenheim hat den Fluch der Sieglosigkeit gegen den FSV Mainz 05 eindrucksvoll vertrieben. Im fünften Vergleich in der Fußball-Bundesliga feierten die Kraichgauer beim 4:0 (2:0) den ersten Sieg gegen die Rheinhessen. «Die Serie ist uns die ganze Woche brühwarm um die Ohren gehauen worden. Der Antrieb bei den Jungs war groß, dass das endlich aufhört», sagte Trainer Holger Stanislawski. Beim 4:0 (2:0) vor 31 500 Zuschauern in der Coface Arena schossen Roberto Firmino (16. Minute) und der überragende Ryan Babel (45.+1, Foulelfmeter, 74.) den verdienten Sieg heraus. 05-Kapitän Nikolce Noveski erhöhte noch mit einem Eigentor (85.) auf 0:4. Mit dem dritten Saisonsieg bleiben die Hoffenheimer in der erweiterten Spitzengruppe. Zum Höhenflug fühlen sich die Kraichgau-Kicker aber nicht bereit. «Die drei Punkte freuen uns, aber ich bin nicht wirklich zufrieden. Viele Dinge waren nicht gut», kritisierte Stanislawski, der bei der soliden und taktisch klugen Darbietung seines Teams nichts «Herausragendes» auf dem Feld gesehen hatte. «Wir haben Luft nach oben.»
«Das Spiel fühlt sich anders, als es auf dem Zettel steht», sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel. Er war nicht unzufrieden mit seinen Kickern. «Uns hat das letzte Quäntchen Durchschlagskraft gefehlt», monierte der 38-Jährige. Statistisch würde viel für die 05er sprechen. «Deshalb sollten die Daten das Meinungsbild der Mannschaft positiv beeinflussen.» Stanislawski hatte seinem Team eine defensive Marschroute verordnet. Er musste auf den verletzten Sejad Salihovic verzichten, zudem saß Chinedu Obasi zunächst nur auf der Bank. Durch die kluge Raumaufteilung wurde den in Bestbesetzung angetretenen Mainzern frühzeitig der offensive Schwung genommen. Für die erste Aufregung sorgten die 05er selbst, als Eugen Polanski vor dem eigenen Strafraum den Ball an Firmino verlor. Der Brasilianer ließ sich auf dem Weg zum 0:1 auch von drei Mainzern und Torhüter Heinz Müller nicht aufhalten. |