Allerdings befindet sich der Weißrusse nach einer Meniskus-Op noch in der Reha und soll frühestens in zwei Wochen trainieren können. Offenbar gibt es Zweifel an Hlebs Fitness. Der Ex-Stuttgarter bekam nur einen leistungsbezogenen Vertrag zunächst bis zum 31. Dezember. Die Leihgebühr soll sich nach Anzahl der Einsätze bemessen. Höhere Investitionen wären wohl möglich gewesen, hätte Magath Diego und Kjaer wie gewünscht für zusammen 20 Millionen Euro verkauft. «Ein Leihgeschäft war nicht mein Wunsch», bekannte Magath in der «Süddeutschen Zeitung». Leihgeschäfte hatte er bis zum Schluss kategorisch ausgeschlossen. Am Ende konnte Wolfsburg froh sein, die Spieler - insbesondere Großverdiener Diego - überhaupt loszuwerden. Während Diego gar zum Nulltarif zu Atlético Madrid gehen durfte, kassierte der VfL für Kjaer laut Medienberichten knapp drei Millionen Euro Leihgebühr vom AS Rom. Für weitere sieben Millionen Euro könnten die Römer den Dänen am Ende der Saison kaufen. Eine Kaufoption für Diego gibt es aber nicht. «Ich bin überzeugt, dass Diego in Madrid eine hervorragende Rolle spielen wird», sagte Magath nicht ohne Hintergedanken. Misslingt Diegos Gastspiel bei Atlético, hat der VfL den Problemprofi nächstes Jahr wieder am Hals. Mit seinem Transferverhalten eckte Magath auch unter Kollegen an. Der Hamburger SV hätte gerne den Koreaner Ja-Cheol Koo verpflichtet. Laut HSV zog Magath seine angeblich bereits erteilte Zusage wieder zurück. «So schlecht ist mein Deutsch nicht, dass ich das falsch verstanden habe. So geht man nicht mit Kollegen um», zürnte HSV-Manager Frank Arnesen. Was Magath auf diesen Angriff zu sagen hat, blieb am Donnerstag unbeantwortet. Nach seiner Tagen voller Managertätigkeiten widmete er sich wieder seiner Aufgabe als Coach - bei der internationalen Trainertagung in Genf. Das Handy blieb aus.
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