Wie schwierig waren die vergangenen Tage? Lahm: «Nicht schwer. Ich habe eine Frau zu Hause, Familie, Freunde - da ist das alles kein Problem. Man liest einfach weniger. Aber man bekommt natürlich alles mit.» Wurden Sie von der Wucht der Reaktionen überrascht? Oder war das einkalkuliert? Lahm: «Ich habe das mit Sicherheit nicht eingeplant. Ich entschuldige mich für die Darstellung, weil die so von mir nicht gewollt war. Rudi Völler wollte ich mit Sicherheit nicht so darstellen, wie das in dieser Woche rübergekommen ist.» Bereuen Sie, das Buch geschrieben zu haben? Lahm: «Nein. Ich würde das Buch auf jeden Fall wieder so schreiben. Für mich war es gut zu sehen, was habe ich alles erlebt in meiner Karriere, und wo will ich hin.» Fühlen Sie sich missverstanden? Lahm: «Wer das Buch von vorne bis hinten liest, der sieht, dass es nichts mit einer Abrechnung zu tun hat. Dass ich alle Trainer, bei denen ich gesagt habe, was besser, was schlechter war, auch lobe. Jeder muss Kritik annehmen. Das mache ich auch. In dem Buch kommen viele Passagen vor, in denen ich mich selbst kritisiere. Deswegen sehe ich da gar kein Problem für die Zukunft.» Befürchten Sie, dass das Thema in der kommenden Woche die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich überlagert? Lahm: «Das glaube ich nicht. Es hat ja heute auch null Komma null gestört. Das hat man an der Mannschaftsleistung gesehen.»
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