Den umstrittenen Strafstoß, den Schiedsrichter Florian Meyer nach einem Foul von Pedro Geromel an Dennis Aogo pfiff, verwandelte der Kroate sicher. Damit erhöhte Petric seine Bilanz gegen Köln auf neun Treffer in den letzten sechs Partien. Am 19. März gegen die Geißböcke hatte der 30-Jährige sogar seinen bislang einzigen Dreierpack erzielt. Nach dem Kontertor des marokkanischen Nationalspielers Chihi, der auf dem rechten Flügel reichlich gute Szenen hatte, wirkte der HSV mehr und mehr verunsichert. Vereinzelt gab es Pfiffe unter den 51 289 Besuchern. Solbakken hatte damit überrascht, dass er Nationalspieler Lukas Podolski trotz überstandener Grippe zunächst auf der Bank gelassen hatte. Als er den abgesetzten Kapitän nach der Halbzeit für den Ex-HSVer Miso Brecko einwechselte, sprühte der Kölner vor Angriffslust und startete sofort einen Alleingang über die linke Hamburger Seite. Ohne Gegenwehr konnte er zielgenau auf Novakovic passen, der mühelos einschob. Torhüter Jaroslav Drobny machte keine gute Figur, als er auf der Linie kleben blieb. Schon fast abgeschrieben, bäumte sich der HSV auf und traf durch Rajkovic, der den Abraller von Son erwischte. Der Koreaner brachte die so schlecht gestarteten Norddeutschen dann mit seinem Treffer sogar wieder in Front. Per Skjelbred wollte nachlegen, traf aber wie Heiko Westermann nach neun Minuten nur die Latte. Der eingewechselte Kölner Clemens glich dann gegen die schlecht sortierte HSV-Abwehr zum 3:3 nach einer Ecke aus. Drei Minuten vor Schluss bewies Solbakken wieder ein glückliches Händchen: in McKenna brachte er den Torschützen zum 4:3, bei dem Drobny wieder vor seinem Tor umherirrte und die Defensive versagte.
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