Richtig rund läuft es auch bei Bayer Leverkusen, der beim VfB Stuttgart antreten muss, noch nicht. Das 1:0 gegen Bremen tat nach Pokal-K.o. und dem verpatzten Auftakt in Mainz (0:2) aber gut. «Man sieht an der Stimmung im Training, was ein Sieg bewirken kann», sagte Bayer-Coach Robin Dutt, der Michael Ballack wohl wieder auf die Bank beordern und Simon Rolfes spielen lassen wird. Pokalsieger Schalke will nach der Klatsche in Helsinki in Mainz mit dem in Finnland «geschonten» Raúl, Jermaine Jones und Christian Fuchs die Kehrtwende schaffen und den verfrühten «Karneval» beim Gastgeber beenden. Die Voraussetzung ist gut: Die 05er feierten zuletzt 2006 einen Heimspielsieg gegen die «Königsblauen». Hannover 96 eilt von Sieg zu Sieg und könnte mit einem weiteren Erfolgserlebnis gegen Aufsteiger Hertha BSC mit dem dritten Liga-«Dreier» einen Auftakt-Rekord aufstellen. Dass die Europa-League-Partie gegen den FC Sevilla (2:1) zu viel Kraft gekostet hat, glaubt der zweifache Torschütze Jan Schlaudraff nicht: «Wir sind zwar ordentlich marschiert, dennoch sehe ich da keine Probleme für uns.» Bei Aufsteiger Hertha herrscht laut Trainer Markus Babbel nach handfesten Trainings-Kabbeleien unter den Spielern wieder Friede, Freude, Eierkuchen. In argen Schwierigkeiten stecken der 1. FC Köln und vor allem der neue Trainer Stale Solbakken, dessen Zonendeckung in der Abwehr nach hinten losging: 0 Punkte, 1:8 Tore, Platz 18. Gegen den 1. FC Kaiserslautern muss er auch noch auf den verletzten Torwart Michael Rensing verzichten. Außerdem ist Stürmer Lukas Podolski krankt, sein Einsatz fraglich. Schon jetzt spricht Solbakken von einem «Endspiel». FC-Geschäftsführer Claus Horstmann stärkte dem Norweger in einem «Express»-Interview den Rücken: Es mache überhaupt keinen Sinn, «nach zwei Spielen schon wieder alles infrage zu stellen». Nach der Affäre um die «Akustik-Attacke» beim Heimspiel gegen den BVB will Hoffenheim das lädierte Image mit einem Erfolg beim Neuling FC Augsburg aufpolieren. «Wir wollen wieder positive Schlagzeilen schreiben», kündigte Trainer Holger Stanislawski an. «Wir haben den deutschen Meister geschlagen, doch vier Tage hat niemand über Fußball gesprochen.»
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