Die Wolfsburger kassierten in der Nachspielzeit sogar noch das 0:1 gegen den FC Bayern, was Magaths Laune nicht gerade verbesserte. Sein Kollege Mirko Slomka konnte die Reaktion zwar nachvollziehen, der Trainer von Hannover 96 lehnt einen Videobeweis aber ab. «Also ich bin total dagegen. Ich bin dafür, dass wir einen Chip im Ball haben oder eine Torkamera», argumentierte Slomka im TV-Sender Sport1. «Diese Diskussion werden wir aber jedes Wochenende haben.» Auf anderen Plätzen gingen die Verantwortlichen etwas gelassener mit den falschen Pfiffen und umstrittenen Szenen um. Die Kölner Proteste gegen Referee Guido Winkmann (Kerken) nach dem umstrittenen Handelfmeter zum 1:1 hielten sich in Grenzen, auch wenn der «schuldige» Innenverteidiger Kevin McKenna sagte: «Eindeutig kein Elfmeter.» Kölns mit 1:5 gedemütigter Trainer Stale Solbakken meinte zurückhaltend: «Ich glaube, es war kein Elfmeter.» Aber der Strafstoß «war nicht entscheidend». Strittig war auch der Elfmeter, den Manuel Gräfe beim 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart verhängte. «Es ist Ansichtssache: Man kann den Elfer geben», sagte der von William Kvist berührte und spektakulär fallende Marco Reus und schob immerhin nach: «Wenn man ihn nicht gibt, ist es auch okay.» Die von Manager Fredi Bobic vorgetragene Meinung des VfB war da naturgemäß eindeutiger: «Es war sicherlich kein Elfmeter.» Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Markus Merk hielt den Strafstoß allerdings für «absolut vertretbar». Die Szene in Wolfsburg bewertete Merk hingegen im «Sky»-Studio als Fehlentscheidung. Er forderte aber auch: «Es war ein menschlicher Fehler ohne Wenn und Aber, aber man soll den Menschen nicht verurteilen.» Nachsicht übte auch Helmes. «So wie wir Fehler machen, so machen Schiedsrichter auch Fehler», kommentierte der «beklaute» VfL-Stürmer: «Wir müssen das hinnehmen.»
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