Auswahl-Kollege Bastian Schweinsteiger muss über die Pfiffe gegen Neuer «mittlerweile schmunzeln. Das ist nur noch peinlich und wird sich hoffentlich bald legen. Er ist der weltbeste Torhüter», sagte Schweinsteiger. In der vergangenen Woche hatten Ultra-Fans sogar Benimmregeln für Neuer aufgestellt, die dieser laut «Spiegel Online» akzeptiert hat. Demnach wird der Nationaltorhüter unter anderem nicht das Bayern-Wappen auf seinem Trikot küssen und keine Schlachtgesänge mit den Hardcore-Fans des Rekordmeisters anstimmen. In Mainz präsentierten sich auch Neuers Vorderleute nicht in Top-Form, auch wenn der dritte Platz zumindest ein wenig für die Pleite gegen den HSV entschädigte. Heynckes ließ bei der Analyse daher Milde walten - zumindest öffentlich. «Ich habe in den vergangenen zweieinhalb Wochen mit der Mannschaft sehr hart und intensiv gearbeitet. Bei einigen Spielern fehlte die Frische», sagte der Bayern-Trainer. Einige Unzulänglichkeiten waren dem routinierten Fußball-Lehrer jedoch nicht entgangen. «Wir wissen um unsere Fehler. Vor allem die einfachen Ballverluste gilt es abzustellen. Wenn alle voll im Saft sind, wird der FC Bayern solche Fehler nicht begehen. Das Spiel hat aber auch gezeigt, dass wir um jeden Sieg hart kämpfen müssen. Das weiß ich, und meine Spieler werden das auch wissen», sagte Heynckes. Durch den Patzer der Bayern war das erhoffte Giganten-Duell mit Borussia Dortmund geplatzt. Die Jagd auf den Meister haben sich die Münchner für die kommende Saison groß auf ihre Fahnen geschrieben. «Natürlich wollen wir deutscher Meister werden», bekräftigte Heynckes. In der absoluten Favoritenrolle sieht er sein für 44 Millionen Euro verstärktes Star-Ensemble jedoch nicht. «Dortmund ist Meister - und der Meister geht meistens als Favorit in die neue Saison.»
 |