Als weiteren Spieler haben die Bayern noch Arturo Vidal von Bayer Leverkusen auf der Wunschliste. «Ich bin noch immer zuversichtlich, dass er zu uns kommt. Denn einen Spieler zurückzuhalten, der wechseln will, das hat noch nie funktioniert», sagte Heynckes dem «Münchner Merkur». Für skurrile Brisanz sorgt derweil der anhaltende Widerstand einiger Bayern-Fans gegen Neuer. Ultra-Fanclubs haben Benimmregeln für den Nationaltorwart aufgestellt. «Ihm wurde von uns mitgeteilt, wie er sich zukünftig in Bezug auf unsere Kurve zu verhalten hat», hieß es in einer von fünf Fan-Clubs gemeinsam verfassten Erklärung. Nach einem Treffen mit Neuer am Dienstagabend teilten die Fangruppen mit, dass sich an ihrer Meinung zu Neuer nichts geändert habe. «Wenn sich Manuel Neuer aber an die besprochenen Verhaltensregeln und eine respektvolle Distanz hält, wird es keine weiteren organisierten Proteste und Aktionen geben», betonten sie. Die fünf Gruppierungen lehnen Neuer ab, weil er vom ungeliebten Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04 kam und über Jahre die große Identifikationsfigur der «Königsblauen» gewesen war. Der FC Bayern geht mit der neuerlichen Attacke gegen den Ex-Schalker vorerst gelassen um. «Früher wäre ich dagegen Sturm gelaufen. Heute sage ich: Lasst uns alle vernünftig miteinander umgehen», sagte Trainer Heynckes der «Bild»-Zeitung, «aber natürlich kann eine Minderheitsgruppe nicht fordern, dass sich ein Spieler so oder so zu verhalten hat». Präsident Uli Hoeneß hofft auf Selbstregulierung und die Pro-Neuer-Stimmung bei der Mehrheit der Fans. «Ich kann mir gut vorstellen, dass es den übrigen Zuschauern dermaßen auf die Nerven geht, dass sie diese Leute irgendwann aus der Arena rausbrüllen werden. Und das haben sie sich dann auch selber zuzuschreiben», sagte Hoeneß dem Online-Portal der Münchner «tz».
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