«Bin gespannt»: Neuer tritt Dienst bei Bayern an
München (dpa) - 01.07.2011, 14:53 Uhr
Manuel Neuer auf dem Weg zur Arbeit.
Manuel Neuer winkte kurz den Autogrammjägern zu, dann verschwand die neue Nummer 1 des FC Bayern zum Leistungstest. Am 1. Juli begann die Dienstzeit des Nationaltorhüters, der nach einem «wunderschönen» Urlaub in Nordamerika gut erholt an der Säbener Straße seine Arbeit aufnahm. «Ich war in Kanada für 16 Tage und habe die Natur und den Urlaub genossen. Ich habe mich entspannen können und freue mich auf die Saison», verriet der 25 Jahre alte neue Millionenmann des Fußball-Rekordmeisters dem vereinseigenen Internet-TV. «Ich bin gespannt, was mich erwartet.» Lange mussten die paar Dutzend Fans auf den neuen Leistungsträger im Bayern-Tor warten, ehe Neuer um 12.32 Uhr in seinem dunklen Audi, noch mit Gelsenkirchener Kennzeichen, beim neuen Arbeitgeber vorfuhr. Neuer absolvierte die ersten Übungen noch hinter verschlossener Tür, an diesem Samstag (16.45 Uhr/Sport 1) wird er sich mit seinen Mitspielern bei der großen Saisoneröffnungsfeier in der Allianz Arena dann im Trikot seines neuen Clubs zeigen. Und dort auch bei einem Elfmeterschießen gegen ein paar Fans antreten. «Ich werde alles geben, um die Bälle zu halten», versprach der ehemalige Schalker.
Schnell will sich der gebürtige Gelsenkirchener mit seinen Paraden in die Herzen aller Anhänger spielen - auch bei dem Teil der Fans, die im Poker gegen die Verpflichtung des Ur-Schalkers Stimmung gemacht hatten. Einfluss auf den Transfer hatte das keine; am Ende wechselte Neuer vom FC Schalke für eine Ablöse von mindestens 18 Millionen Euro als zweitteuerster Zugang nach Mario Gomez (35 Millionen) innerhalb der Bundesliga zu den Bayern. Die Summe kann sich bei Bayern-Erfolgen in den kommenden Jahren angeblich auf bis zu 25 Millionen Euro erhöhen. Bis 2016 ist der DFB-Pokalsieger an die Münchner gebunden und soll dort eine Torwart-Ära wie einst Oliver Kahn begründen. Man habe «mit Manuel Neuer nicht nur die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch einen der weltbesten Torhüter langfristig verpflichtet», frohlockte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge nach dem gelungenen Königstransfer des Bundesliga-Krösus vor einem Monat. Neuer selbst machte bei seiner Vertragsunterschrift eine Woche später Hoffnung, dass es nicht nur bei fünf Jahren bleiben müsse. |