Heldt würdigte angesichts der 20-Jährigen Clubzugehörigkeit die großen Verdienste der Identifikationsfigur. «Manuel Neuer hat einen riesengroßen Anteil an den Erfolgen in den vergangenen fünf Jahren, in dieser Saison am Gewinn des DFB-Pokals und am erstmaligen Einzug des Vereins ins Halbfinale der Champions League.» Für die Knappen bestritt Neuer insgesamt 202 Pflichtspiele, darunter 156 Bundesligapartien und 26 Europapokalspiele. Seine Nachfolge ist schon geregelt. Der 22 Jahre alte Ralf Fährmann kehrt nach dem Bundesliga-Abstieg von Eintracht Frankfurt ablösefrei zurück und erhält einen Vierjahresvertrag bis 2015. «Er ist ein sehr talentierter Schlussmann, dessen sportliche Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist. Zudem kennt er den Verein», sagte Heldt über Fährmann, der bereits von 2003 bis 2009 bei Schalke unter Vertrag stand und drei Bundesligaspiele für den Revierclub bestritt. Im Sommer 2009 wechselte er zu den Hessen (18 Bundesligaspiele), weil er an Neuer nicht vorbei kam. Nun will Fährmann seinen zweite Chance nutzen. «Ich möchte mich sportlich weiterentwickeln, um künftig wieder gute Leistungen für Schalke 04 zeigen zu können», sagte er. Der spektakuläre Transfer von Neuer ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags 2012 hatte sich lange angebahnt. Vor Wochen hatten sich die Clubführungen über die Transfermodalitäten geeinigt. Dem Vernehmen nach bekommt der Pokalsieger eine Ablösesumme von 18 Millionen Euro, die sich durch erfolgsabhängige Zuschläge auf bis zu 25 Millionen erhöhen kann. Damit wäre Neuer der zweitteuerste Spieler, der innerhalb der Bundesliga wechselte. 2009 hatten die Bayern Mario Gomez für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet. Verhandlungspartner der Münchner war damals wie heute: Horst Heldt. Die Bayern selbst sind froh, dass die lange Hängepartie vorüber ist. In Neuer habe der Club «nicht nur die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch einen der weltbesten Torhüter langfristig verpflichtet», sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Neuer ist ein wichtiger Baustein für einen neuen Angriff in der «Königsklasse». Schließlich findet das Champions-League-Finale 2012 in München statt.
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