Petersen-Wechsel perfekt: «Stelle mich Konkurrenz»
München (dpa) - 19.05.2011, 16:50 Uhr
Nils Petersen spielte bei Energie Cottbus eine famose Saison.
Der entthronte deutsche Double-Gewinner FC Bayern München hat den ersten Zugang für die neue Saison vermeldet - und für Nils Petersen beginnt am 1. Juli das Wagnis an der Säbener Straße. Wie erwartet wechselt der Zweitliga-Torschützenkönig von seinem persönlichen «Sprungbrett» Energie Cottbus zum deutschen Fußball-Rekordmeister. «Es ist nicht nur ein Spruch, wenn man sagt: Wenn man ein Angebot von Bayern München bekommt, dann muss man es annehmen. Da ist viel dran. Von der ersten Sekunde an war ich darauf fixiert, diesen Weg zu gehen», sagte der 22-Jährige. «Es wird viel Qualität im Training sein. Von Spielern wie Mario Gomez und Miroslav Klose kann man nur lernen.» In München unterschrieb die künftige Nummer 9 einen Dreijahresvertrag. Sein alter Kontrakt in der Lausitz lief ebenfalls bis 2014. Geschätzte 2,5 bis 2,8 Millionen Euro soll die Ablöse betragen haben. «Er hat eine überragende Saison gespielt und seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. «Wir trauen ihm absolut zu, dass er seine Qualitäten auch hier zeigen wird.»
Petersen ist der erste von mehreren neuen Spielern, die für die neue Saison nicht nur den starken Angriff um Torschützenkönig Mario Gomez und den noch in Vertragsverhandlungen stehenden Miroslav Klose, sondern vor allem die Defensive verstärken sollen. Bei Nationaltorwart Manuel Neuer vom FC Schalke 04 wird nur noch auf den Vollzug gewartet, dazu sollen sich die Münchner mit Jerome Boateng von Manchester City einig sein. Hier herrscht aber wohl keine Klarheit mit dem Club. Auch der Name von Arturo Vidal (Leverkusen) fiel mehrfach. «Wir werden uns punktuell verstärken, um wieder in Richtung deutsche Meisterschaft zu gehen und auch in Europa wieder anzugreifen», betonte Sportdirektor Christian Nerlinger. «Klar ist, dass wir uns im Defensivbereich verstärken wollen.» Ein bereits 2009 gehandelter Profi könnte dabei vielleicht diesmal den Weg an die Säbener Straße finden: Rafinha. Der frühere Schalker, mittlerweile beim FC Genua 1893 unter Vertrag, war vom damaligen Trainer Louis van Gaal als Zugang abgelehnt worden. Ich glaube, dass wir innerhalb der nächsten zwei, drei Wochen den einen oder anderen Transfer vermelden können. Bis dahin müssen wir noch ein bisschen arbeiten», sagte Nerlinger, der jetzt den ersten Zugang präsentieren konnte. |