BVB plant rauschende Party zum Finale
Dortmund (dpa) - 12.05.2011, 16:21 Uhr
BVB-Torwart Roman Weidenfeller wird am Samstag die Meisterschale in Empfang nehmen.
Zum Saisonabschluss will Fußball-Meister Borussia Dortmund seine Fans nicht enttäuschen und mit einem rauschenden Sieg gegen Eintracht Frankfurt in die Meisterfeier gehen. «Wir wollen noch einmal eine Vollgasveranstaltung erleben, und ich möchte, dass diese tolle Saison ohne Makel zu Ende geht», sagte Trainer Jürgen Klopp in Dortmund. Zwar sei klar, dass die vom Abstieg bedrohten Frankfurter unter starkem Druck stünden. «Unser Gegner wird versuchen, die ganze Rückrunde in einem Spiel zu retten, deshalb ist die Aufgabe schwer für uns, aber wir werden in diesem Spiel unser bestes Gesicht zeigen», sagte Klopp. Erstmals seit seinem Mittelfußbruch im Januar ist auch Mittelfeldspieler Shinji Kagawa wieder im Kader. Am Samstag könnte der lang verletzte Japaner auf das Spielfeld zurückkehren. «Ja, das sieht so aus. Er hat es verdient am Ende der Saison mit Trikot da unten zu stehen», sagte Klopp.
Die Meisterschale wird nach der Partie Torhüter und Vizekapitän Roman Weidenfeller entgegennehmen. «Es gibt keine anderslautenden Planungen», sagte Klopp dem «Kicker». Die Trophäe wird um ca. 17.20 Uhr von Ligapräsident Reinhard Rauball überreicht, der gleichzeitig BVB-Präsident ist. Damit haben die Spekulationen ein Ende, ob der eigentliche BVB-Kapitän Sebastian Kehl die Schale als Erster in die Höhe recken darf. Doch weil Kehl in dieser Saison verletzungsbedingt nur sechsmal zum Einsatz kam und auch gegen Frankfurt nicht spielen kann, wird Weidenfeller als dessen Stellvertreter die große Ehre zu Teil. |
Den 80 720 Fans im ausverkauften Signal-Iduna-Park die Schale zu präsentierten, sei für ihn «Freude pur» und ein «Wahnsinnsgefühl», sagte der 30 Jahre alte Keeper, der wie Klopp einen Sieg fordert. «Wir brauchen einen ordentlichen Abschluss.» Derweil rechnet BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nicht mit einer erfolgreichen Titelverteidigung in der nächsten Saison. «Das ist für uns nicht so wichtig», sagte Watzke der «tageszeitung». Der Bundesligist habe auch nicht die Mittel dafür. «Eigentlich braucht man, um Meister zu werden, Etats von sechzig Millionen oder mehr. Borussia Dortmund hat in dieser Logik für einen kleinen Bruch gesorgt.» Sein Verein werde «diesen Mechanismus aber nicht jedes Jahr außer Kraft setzen können», erklärte Watzke. «Die Imperien Bayern, Wolfsburg, Leverkusen werden zurückschlagen.» Für ihn sei vor allem wichtig, «dass wir, die Mannschaft, Klopp, Zorc und ich, uns am Ende der Saison in die Augen schauen und sagen können: 'Wir haben alles gegeben'», so Watzke. Der BVB werde bei seiner Linie bleiben: «So lange ich beim BVB etwas zu sagen habe, wird das so bleiben: keine neuen Schulden.»
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