Bei den Kölnern herrschte dagegen große Freude, den Klassenverbleib perfekt gemacht zu haben. «Die Erleichterung ist natürlich groß», gestand Nationalspieler Lukas Podolski. «Das Feiern mit unseren Fans holen wir nächste Woche nach», sagte Podolski, der in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 2:0 alles klar machte. Adel Chihi hatte die Kölner in der 24. Minute in Führung gebracht. Frankfurt enttäuschte im «Spiel der Wahrheit» auf der ganzen Linie. Den Hessen fiel gegen die gut gestaffelte Gäste-Abwehr überhaupt nichts ein. Kein Tempo, kein Risiko, keine Ideen, keine Chancen - die Eintracht präsentierte sich nicht bundesligatauglich und wurde von ihren aufgebrachten Fans mit Pfiffen verabschiedet. Dabei hatte Daum mit einigen Personalien in der Startformation überrascht. In der Innenverteidigung feierte der erst 18-jährige Julian Dudda sein Bundesligadebüt als Ersatz für den rot-gesperrten Sebastian Rode. Im Mittelfeld durften der Brasilianer Caio und Marcel Heller ran, dafür blieben Halil Altintop und Alexander Meier auf der Bank. Der Rückstand traf die Hessen wie ein Keulenschlag. Die an Harmlosigkeit kaum zu überbietenden Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten daraus aber überhaupt kein Kapital schlagen. Gäste-Keeper Michael Rensing wurde in der ersten Hälfte nicht einmal geprüft und verlebte einen unverhofft ruhigen Nachmittag. Nach dem Wechsel hätten die Gäste den Sack schnell zumachen können. Zunächst scheiterte Novakovic an Fährmann, den Nachschuss setzte der Slowene neben das Tor. Keine 60 Sekunden später vergab der frei durchgelaufene Podolski mit einem zu schwachen Heber leichtfertig das zweite Tor für die Kölner. Der Nationalspieler verzog nach 75 Minuten noch einmal aus günstiger Position. Vier Minuten vor Ultimo vergab Chihi die nächste Großchance, als er aus fünf Metern an Fährmann scheiterte. Der Kölner Sieg war verdient, auch wenn die Hausherren bis zum Abpfiff wacker kämpften. Dies war zu wenig.
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