Sogar Gastgeschenke erhielt Werder vom müden Meister. Zunächst das frühe Tor von Silvestre: Keeper Roman Weidenfeller und Lukasz Piszczek patzten nach einer Ecke, der Bremer Linksverteidiger nutzte das zu einem Schuss aus dem Hinterhalt. Aber auch der Treffer von Pizarro wäre zu vermeiden gewesen, wenn der Peruaner angegriffen und bei seinem Dribbling und Torschuss gestört worden wäre. Die Bremer agierten nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg vor Wochenfrist engagierter und überzeugten vor allem in der Defensive. Nach dem frühen Silvestre-Tor und einem krachenden Pfostenschuss von Marko Marin (13.) passierte im Angriff nur noch wenig. 50 Minuten dauerte es, bis es durch Marin die nächste große Chance gab und Hummels auf der Linie klärte. Erst nach Pizarros Tor wurde es noch einmal etwas lebendiger. Die Werder-Profis erwiesen sich als deutlich zweikampfstärker. Der BVB spielte zu behäbig, um sich gegen die kompakten Bremer durchzusetzen. Ein gefährlicher Freistoß von Antonio da Silva nach fast einer Stunde stand für die spärlichen Offensivbemühungen der Gäste. Im Sturm agierten Pizarro und der wieder genesene Sandro Wagner lange ohne Durchsetzungsvermögen. Gegen die Innenverteidiger Neven Subotic und Hummels, die zu den besseren BVB-Profis zählten, konnten sich die Werder-Angreifer ganz selten in Szene setzen, ehe Pizarro den umjubelten zweiten Treffer erzielte. Nicht im Kader war Marko Arnautovic, obwohl Stürmer Denni Avdic wegen seiner Jochbeinprellung weiterhin pausieren musste. Der umstrittene Österreicher Arnautovic, vor der Saison für mehr als sechs Millionen Euro geholt, fehlte im letzten Heimspiel «aus disziplinarischen Gründen», wie es vom Verein hieß.
 |