Die Bremer gewannen verdient. Sie agierten nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg vor acht Tagen engagierter, überzeugten vor allem in der Defensive. Nach dem frühen Silvestre-Tor und einem krachenden Pfostenschuss von Marko Marin (13.) passierte im Angriff nur noch wenig. 50 Minuten dauerte es, bis es durch Marin die nächste große Chance gab und Mats Hummels auf der Linie klärte. Erst nach Pizarros Tor wurde es noch einmal etwas lebendiger. Die Werder-Profis erwiesen sich auf jeden Fall als deutlich zweikampfstärker. Der BVB spielte zu behäbig, um sich gegen die kompakten Bremer durchzusetzen. Ein gefährlicher Freistoß von Antonio da Silva nach fast einer Stunde stand für die spärlichen Offensivbemühungen der Gäste. Im Sturm agierten Pizarro und der wieder genesene Sandro Wagner lange ohne Durchsetzungsvermögen. Gegen die Innenverteidiger Neven Subotic und Hummels, die zu den besseren BVB-Profis zählten, konnten sich die Werder-Angreifer ganz selten in Szene setzen, ehe Pizarro den umjubelten zweiten Treffer erzielte. Nicht im Kader war Marko Arnautovic, obwohl Stürmer Denni Avdic wegen seiner Jochbeinprellung weiterhin pausieren musste. Der umstrittene Österreicher, vor der Saison für mehr als sechs Millionen Euro geholt, fehlte im letzten Heimspiel «aus disziplinarischen Gründen», wie der Verein es nannte. Verabschiedet wurden vor der Partie die langjährigen Werder-Profis Petri Pasanen und Daniel Jensen, die den Club nach der Saison verlassen. Keine Blumen gab es hingegen für Frings, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft. Die Zukunft des ehemaligen Nationalspielers bleibt daher weiter ungewiss.
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