WM-Torschützenkönig Thomas Müller hatte nach dem 1:1 in Frankfurt die Stimmungslage auf den Punkt gebracht. «Es ist ein Scheißgefühl. Die Qualifikation für die Champions League ist gefährdet», sagte der Nationalspieler. Platz vier bereitet den Bayern-Bossen Albträume. Europas Vorzeige-Liga ohne die Bayern ist für sie undenkbar - zumal das Finale der kommenden Saison in der Münchner Allianz Arena stattfindet. Neben dem sportlichen droht ein finanzielles Schaden. Bis zu 70 Millionen Euro an Startgeld, Prämien, Zuschauereinnahmen sowie Werbe- und TV-Geldern würden dem FC Bayern durch die Lappen gehen, wenn sie dem Emporkömmling aus Hannover den Vortritt in Europas Eliteliga lassen müssten. In Hannover dürfte man den Zoff bei Bayern genüsslich zur Kenntnis nehmen, Trainer Mirko Slomka beschäftigt sich aber nur mit der eigenen Lage: «Wenn wir dreimal gewinnen, ist es egal, wie Bayern spielt. Wir können es aus eigener Kraft schaffen. Das ist eine große Motivation». Abwehrspieler Mario Eggimann sagte: «Wir sind gut beraten, uns auf das Gladbach-Spiel zu konzentrieren und nicht auf die Champions League. Man spürt in der Mannschaft keine Nervosität, alle sind ruhig und gelassen.» Wenn Torwart Manuel Neuer am Samstag bei seinem möglichen neuen Arbeitgeber aufspielt, hat Bayern gleich zwei Rechnungen gegen Schalke offen. Das Hinspiel ging mit 0:2 verloren, und im DFB- Pokalhalbfinale versetzten die «Königsblauen» mit dem 1:0 in München dem Cupverteidiger den K.o. «Unserer Situation in der Bundesliga ist wichtiger als die Revanche gegen Schalke», verwies Schweinsteiger aber auf die prekäre Gesamtlage der Bayern.
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