Zuletzt hatte das mit 27 Millionen Euro verschuldete Zweitliga-Schlusslicht Arminia Bielefeld eine Insolvenz vermieden, in dem es 1,25 Millionen Euro aus dem DFL-Sicherungsfonds in Anspruch genommen hatte. Der wegen des daraus resultierenden Drei-Punkte-Abzuges vorzeitig besiegelte Abstieg erschien den Ostwestfalen als das kleinere Übel. Doch es gibt noch andere Schwarze Schafe. In der vergangenen Saison waren die Clubs der 1. und 2. Liga mit mehr als 103 Millionen Euro Verlust tief in die Roten Zahlen gerutscht. Auch die Verbindlichkeiten waren weiter angestiegen. In der Bundesliga um gut 34 Millionen auf rund 644 Millionen Euro, im Unterhaus um 28 Millionen auf etwa 127 Millionen Euro. «Das ist kein positiver Trend, und wir wollen das auch nicht schönreden. Deshalb hat der Ligaverband Maßnahmen ergriffen, die sich in einem verschärften Lizenzierungsverfahren niederschlagen», hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei der Präsentation des «Bundesliga-Reports» Ende Januar dazu erklärt. Um wirtschaftlich stabil zu bleiben fordert die DFL im neuen Lizenzierungsverfahren, das nun erstmals zur Anwendung kam, von allen Vereinen eine Erhöhung des Eigenkapitals. In der Bundesliga jährlich um zehn Prozent, von den Zweitligisten um fünf Prozent. «Es kann nicht sein, dass Erfolg durch Verluste gekauft wird. Die Kostenkontrolle bei den Spielergehältern ist eine Herausforderung», begründete Seifert die von den Mitgliedern des Ligaverbandes im August vergangenen Jahres beschlossene Regelung.
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