BVB zeigt Nerven im Titelrennen - 0:1 in Gladbach
Mönchengladbach (dpa) - 23.04.2011, 20:44 Uhr
BVB-Keeper Roman Weidenfeller (r) bringt den Ball aus der Gefahrenzone, bevor Gladbachs Mohamadou Idrissou da ist.
Borussia Dortmund zeigt auf der Schlussgeraden im Meisterschaftsrennen der Fußball-Bundesliga Nerven. Der souveräne Tabellenführer unterlag vier Runden vor Saisonschluss beim Ligaletzten Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:1). Damit büßte Dortmund drei Punkte Vorsprung auf den nun nur noch fünf Zähler zurückliegenden Tabellenzweiten Bayer Leverkusen ein. «Heute wäre ein Unentschieden verdient gewesen. Wir hatten unsere Möglichkeiten und waren die dominante Mannschaft», klagte BVB-Coach Jürgen Klopp. «Wir haben eine Woche Zeit, wir werden wieder da sein.» Die Gladbacher hingegen schöpfen mit dem vierten Heimsieg aus den vergangenen fünf Spielen wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Vor 54 057 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park erzielte Mohamadou Idrissou (35. Minute) den Siegtreffer für die Gladbacher, die erstmals seit mehr als fünf Monaten die Rote Laterne weiterreichen konnten. «Für uns ist das eine große Erleichterung heute», sagte Idrissou überglücklich und erhofft nun ein glückliches Ende dieser Saison: «Jeder ist für jeden dagewesen. So schaffen wir es.»
Vor prächtiger Kulisse und bei hochsommerlichen Temperaturen ließ der designierte Meister zunächst von Beginn an keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle. Auch ohne die verletzten Stammspieler Nuri Sahin, Shinji Kagawa und Lucas Barrios, der bei Anpfiff nur auf der Bank saß, versuchten die Gäste in bekannt hohem Tempo die Gastgeber unter Druck zu setzen. Vor allem Jung-Nationalspieler Mario Götze sorgte immer wieder für Gefahr und vergab zu Beginn gleich zwei gute Tormöglickeiten (1./10.). Die Rolle von Sahin im defensiven Mittelfeld übernahm Toni da Silva, im Angriff bildete wieder Robert Lewandowski die einzige Spitze. Der Pole vergab zwei gute Chancen vor der Pause, als Gladbachs Verteidiger Tony Jantschke seinen Schuss vor der Torlinie wegschlug (30.) und Torhüter Marc-Andre ter Stegen in letzter Sekunde rettete (45.). «Vielleicht wollten wir es zu schön machen», meinte BVB-Keeper Roman Weidenfeller. «Sorgen haben wir keine, aber wir ärgern uns über diese Niederlage.» |