Hannover erhöht mit Sieg Druck auf Bayern
Freiburg (dpa) - 21.04.2011, 22:49 Uhr
Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw erzielt Jan Schlaudraff das 2:0 für Hannover.
Die Effektivkünstler von Hannover 96 haben im Kampf um die Champions-League-Qualifikation den Druck auf den FC Bayern erhöht. Mit einem 3:1 (2:0) beim SC Freiburg schoben sich die Niedersachsen zumindest für zwei Tage an München vorbei auf Platz drei. Mohammed Abdellaoue (24. Minute), ein überragender Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.) sorgten für den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Rekordmeister, der erst am Samstag bei Eintracht Frankfurt zurückschlagen kann. «Wir haben in der ersten Halbzeit fast perfekt gespielt», lobte Trainer Mirko Slomka nach dem Auftakt zum 31. Spieltag. «Jetzt haben die Bayern den Druck. Wir haben noch drei Spiele, da wollen wir das Maximale rausholen.» Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und weiteren 23 999 Zuschauern im ausverkauften Badenova-Stadion präsentierte sich Freiburg um den schwachen 20-Tore-Stürmer Papiss Demba Cissé erschreckend harmlos. Auch der Ehrentreffer von Jan Rosenthal (79.) war zu wenig, bei nur vier Punkten aus den vergangenen acht Partien sind alle vagen Europa-League-Träume geplatzt. «Wir haben uns gegen eine Kontermannschaft für Flachpassspiel entschieden. Hannover hat eiskalte Abschlussqualität gezeigt. Das sage ich mit allem Respekt», meinte Trainer Robin Dutt zerknirscht.
Die Gäste dürfen stattdessen bei einem Polster von elf Zählern auf den 1. FC Nürnberg auf Rang sechs fast sicher mit der ersten Teilnahme am internationalen Wettbewerb seit 1992 planen. Doch dank dem Ende der Serie von drei Auswärtsspielen ohne Sieg wachsen die Hoffnungen in Hannover. «Wir spielen im Moment sehr befreit auf. Wir haben unsere Saisonziele erfüllt, jetzt wollen wir mehr», sagte Schlaudraff, der von «leichten Signalen» vonseiten des Clubs berichtete, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern. Auch ohne den gelbgesperrten Toptorjäger Didier Ya Konan, den Schlaudraff gleichwertig ersetzte, zeigte Hannover die bewährten überfallartigen Angriffe. Freiburg durfte bis in die gegnerische Hälfte kombinieren, um dann Anschauungsunterricht in Konterfußball mit schnellem Umschalten zu erhalten. |