Eintracht stürzt weiter ab - Daum konsterniert
Sinsheim (dpa) - 16.04.2011, 19:08 Uhr
Der eingewechselte Roberto Firmino erzielte das Tor des Tages in der 78. Minute.
Christoph Daum versinkt mit Eintracht Frankfurt immer tiefer im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Der neue Trainer verpasste auch im dritten Anlauf seinen ersten «Dreier» und unterlag mit seiner Mannschaft bei 1899 Hoffenheim mit 0:1 (0:0). Dadurch rutschten die Hessen auf Rang 15 ab. Joker Roberto Firmino erzielte vier Minuten nach seiner Einwechslung vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena das Tor des Tages (78.). «Auch das werden wir wieder wegstecken. Wir wissen, dass bis zum letzten Spieltag Überlebenskampf ist», sagte Daum sichtlich konsterniert nach dem herben Rückschlag. Die Eintracht wartet weiter auf ihren ersten Bundesliga-Sieg gegen Hoffenheim und durfte sich über einige vergebene Chancen ärgern. «Wir sind mental stark genug und wenn wir uns jetzt in die Hosen scheißen würden, dann könnten wir gerade einpacken», sagte Kapitän Patrick Ochs vor den anstehenden schweren Spielen gegen den FC Bayern München und beim Lokalrivalen FSV Mainz 05. «Der letzte Abschluss hat gefehlt und nun stehen wir mit leeren Händen da», sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen.
Bei den Nordbadenern freute sich Trainer Marco Pezzaiuoli vier Tage nach Bekanntgabe seiner Demission zum Saisonende über den vierten Rückrundensieg. «Das war mit Sicherheit kein Spiel für Feinschmecker. Ich denke, die Mannschaft hat es nach den Turbulenzen in dieser Woche nicht einfach gehabt», sagte Pezzaiuoli. Die Hoffenheimer, die noch auf die Unterschrift ihres Trainer-Wunschkandidaten Holger Stanislawski für die neue Saison warten und laut Manager Ernst Tanner «in sehr guten Gesprächen sind», konnten selten überzeugen. Ohne die verletzten Offensivkräfte Sejad Salihovic, Chinedu Obasi und Boris Vukcevic sowie den gesperrten Kapitän Andreas Beck fehlte 1899 vor allem der Zug nach vorne. Die Hoffenheimer ließen den Ball zeitweise ganz ansehnlich in den eigenen Reihen laufen, hatten aber erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit durch einen Flachschuss und einen Freistoß von Sebastian Rudy ihre ersten Chancen. |