0:1 in Mainz: Gladbach um eine Hoffnung ärmer
Mainz (dpa) - 15.04.2011, 23:07 Uhr
Sami Allagui springt Andre Schürrle (unten) nach dem Treffer zum 1:0 auf den Rücken.
Borussia Mönchengladbach ist im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga um eine Hoffnung ärmer. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Angreifer Mike Hanke (53. Minute) verlor der Tabellenletzte zum Auftakt des 30. Spieltags mit 0:1 (0:0) bei Europa League-Aspirant FSV Mainz 05. Mainz hat dank André Schürrle seinen Heimfluch besiegt und die Ansprüche auf die Teilnahme an der lukrativen Fußball-Europa-League verstärkt. Beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach feierte der FSV am Freitag seinen ersten Heimsieg seit dem 26. November 2010. Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion traf Nationalspieler Schürrle (87. Minute) mit einem verfrühten Sonntagsschuss für die Gastgeber. Die Borussia verlor neben den dringend benötigten Punkten auch noch Torjäger Mike Hanke (53. Minute/wiederholtes Foulspiel) durch die Gelb-Rote Karte. Für den Tabellenletzten wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer.
Im letzten Flutlicht-Heimspiel vor dem Umzug in die neue Arena wollten die Mainzer ihre Europapokal-Chance trotz erheblicher Personalprobleme unbedingt nutzen. Trainer Thomas Tuchel verordnete seiner Elf, in der nach der Sperre der Stamm-Innenverteidiger Nikolce Noveski und Bo Svensson eine völlig neue Viererkette zum Einsatz kam, eine aggressive Spielweise. Und schon nach 86 Sekunden bot sich André Schürrle die erste gute Einschusschance, doch im Gäste-Tor rettete der nach seinem gelungenen Debüt gegen Köln erneut aufgebotene Youngster Marc-André ter Stegen reaktionsschnell mit dem Fuß. In der Folge bekam das 18 Jahre alte Talent aber nicht allzuviel zu tun, da sich die 05-er bei allem Bemühen an Gladbachs Defensive die Zähne ausbissen. Vor allem DFB-Auswahlspieler Lewis Holtby kam kaum zur Geltung. Allein der Ex-Borusse Eugen Polanski mit einem allerdings zu ungenauen Fernschuss (14.) und der emsige Schürrle mit einem im letzten Moment gestoppten Solo (35.) sorgten für Gefahr. |