Schalke sauer über Elfmeter bei 0:1 in Stuttgart
Stuttgart (dpa) - 05.03.2011, 18:44 Uhr
Der Stuttgarter Christian Molinaro (r) kommt vor dem Schalker Jefferson Farfan an den Ball.
Trainer Felix Magath flüchtete sich in Sarkasmus, Innenverteidiger Benedikt Höwedes schimpfte wie ein Rohrspatz. Nach der zweifelhaften Elfmeterentscheidung durch Schiedsrichter Felix Brych beim 0:1 (0:1) in Stuttgart fühlte sich der FC Schalke 04 klar betrogen. Der VfB freute sich dagegen über seinen zweiten «Dreier» in Serie. Zdravko Kuzmanovic verwandelte den Elfer sicher (15. Minute). «Ich wundere mich, dass die Unparteiischen eine gewisse Verantwortungslosigkeit an den Tag legen», sagte Magath, der sein Gesicht hinter einer Sonnenbrille versteckte. Er kritisierte, dass Brych ein Foul an Höwedes vor dessen Handspiel «ignoriert» habe. Höwedes, der zudem die Rote Karte sah, sprach von «einer absoluten Fehlentscheidung». Er sei am Boden gelegen, habe aufstehen wollen und dabei den Ball an die Hand bekommen.
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Selbst die Stuttgarter zeigten Verständnis für den Schalker Frust. «Generell ist zu sagen, dass eine Mannschaft genug bestraft ist, wenn sie einen Elfmeter gegen sich bekommt», urteilte Trainer Bruno Labbadia. «Ich halte in dem Fall von einer Roten Karte nichts.» VfB-Manager Fredi Bobic sprach angesichts des ersten «doppelten Dreiers» in dieser Runde von einer «ganz neuen Gefühlslage». Aber im Kampf um den Klassenerhalt stünden die Chancen wie vorher. Beim VfB gab Pawel Pogrebnjak nach auskuriertem Rippenbruch sein Comeback im Sturmzentrum. Magath bot auf dieser Position überraschend Mario Gavranovic auf, der zu seinem erst fünften Saisoneinsatz kam. Gegenüber dem Sieg im Pokal-Halbfinale bei Bayern München ersetzte zudem Lukas Schmitz auf der rechten Abwehrseite Hans Sarpei. |