Aber ob das mustergültige Ersatzspielerverhalten für einen neuen Vertrag reicht? Wie bei den Torhütern Jörg Butt und Thomas Kraft sowie den Mittelfeld-Ergänzungen Hamit Altintop und Andreas Ottl läuft der Kontrakt des im Sommer 2007 für geschätzte 12 bis 15 Millionen Euro aus Bremen geholten Angreifers Klose aus. Zuletzt wurde über ein Interesse des designierten Meisters Borussia Dortmund spekuliert - aber weder vom BVB noch vom Profi selbst etwas als fix vermeldet. «Da ist nichts dran», hieß es von Borussenseite, die Unruhe im Titelendspurt vermeiden will. Klose selbst hatte bereits in der Winterpause, als es angeblich Angebote aus England und Spanien gab, Interesse an einem Wechsel signalisiert. «Ich bin für alles offen und kann mir vieles vorstellen, einen Wechsel in der Bundesliga wie ins Ausland», hatte Klose gesagt. Wenngleich die Zukunft des bodenständigen Familienvaters aber eher in Deutschland gesehen wird. Bei einem Wechsel innerhalb der Bundesliga müsste der Hobby-Angler wohl kräftige Abstriche bei seinem Gehalt hinnehmen. Doch wichtiger als das Geld ist die Europameisterschaft im nächsten Jahr. Klose möchte in der neuen Saison noch einmal «für einen guten Club spielen, weil ich zur EURO 2012 will». Diese EM in seinem Geburtsland Polen (und der Ukraine) dürfte sein letztes großes Turnier sein, die letzte Chance auf einen großen internationalen Titel. Erst einmal will der WM-Torschützenkönig von 2006 aber bei den Münchnern «um meinen Platz kämpfen». In der «Bild» (Mittwoch) steckte er seinen Zukunftsfahrplan gewohnt zurückhaltend ab. «Ich werde erst mal meinen Vertrag beim FC Bayern erfüllen und dann im Sommer in aller Ruhe schauen, wie es weitergeht.» Und die Momente im DFB-Dress will er auf dem Weg dorthin nicht nur als seine persönliche Wohlfühl-Oase nutzen, sondern um auch den «Bomber»-Rekord zu brechen.
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