Podolski macht Fußball-Köln jeck - Dutt hadert
Köln (dpa) - 27.02.2011, 09:44 Uhr
Nach dem Sieg über Freiburg animiert der «Fußball-schwangere» Podolski (r) die Fans zum Feiern.
Dieser freche «Poldi». Aus vollem Lauf überlistet Kölns Fußball-«Held» Podolski Freiburgs Torwart Baumann und schießt Köln ins Glück des 1:0 (0:0)-Sieges. Fünf Heimsiege in Serie lassen am Rhein die Hoffnungen auf den Klassenverbleib rechtzeitig zur närrischen Zeit steigen. «Prinz Poldi» kannte kein Halten mehr. Ein Sprung über die Balustrade, eine waghalsige Kletteraktion über den Zaun - und dann genoss der Kölner Kämpe sein persönliches Bad in der Menge. Er griff sich ein Mikrofon, machte den Animateur und gab zum berühmten «Humbatätärä» die notwendigen Vorlagen: In Müngersdorf herrschte schon vor den tollen Tagen Karnevalsstimmung pur. Podolski «Zaubertor» in der 89. Minute zum 1:0 (0:0) gegen den SC Freiburg ließ die Fans des 1. FC Köln unter den 45 500 Zuschauern noch jecker werden, als sie es in diesen Zeiten ohnehin schon sind. Doch der Zehn-Millionen-Euro-Mann fand schnell wieder zu jener sachlichen Gelassenheit, die ihm zueigen ist: «Am Ende muss man auch mal Glück haben», sagte er in aller Bescheidenheit über sein entscheidendes Kunststück.
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Der unnachahmliche Lupfer über Freiburgs Keeper Oliver Baumann hinweg war Podolskis zehntes Saisontor - und wohl eines der wichtigsten: Mit 29 Punkten schwindet die Gefahr künftiger Zweitklassigkeit, der fünfte FC-Heimsieg nacheinander verleiht noch mehr Sicherheit. «Das war wie eine Erlösung», kommentierte Rechtsaußen Sebastian Freis. «Das sind große Schritte, egal, was die anderen machen», ergänzte Podolski. Und der Schütze des Siegtors gegen die enttäuschenden Breisgauer ist auf dem besten Weg zu einem persönlichen Bundesliga-Rekord für seine große Liebe FC. 2003/2004 erzielte Podolski in 19 Begegnungen zehn Erstliga-Treffer, 2005/2006 waren es zwölf in 32. Dem 25-Jährigen ist's einerlei, für ihn war nur wichtig, «dass wir 29 Punkte haben». |