Sie sind hier: Startseite > 1. Bundesliga > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

Sündenbock Lakic: Heile FCK-Welt gerät ins Wanken

Kaiserslautern (dpa) - 27.02.2011, 09:54 Uhr

Der ausgepfiffene Lauterer Srdjan Lakic (r) wird von einem Betreuer des Vereins getröstet.
Der ausgepfiffene Lauterer Srdjan Lakic (r) wird von einem Betreuer des Vereins getröstet.

Der Betze bebt! Doch anders als vom 1. FC Kaiserslautern gewünscht. In ihrem Frust über die sportliche Talfahrt haben die Anhänger der «Roten Teufel» den Weg der bedingungslosen Unterstützung verlassen. Die Pfiffe gegen Lakic bringen die heile FCK-Welt durcheinander.

Nach dem Spießrutenlauf im eigenen Stadion fand Srdjan Lakic zumindest bei den Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern Trost. Vorstandsboss Stefan Kuntz nahm den Kroaten fast schon väterlich in den Arm und drückte ihn kräftig an seine Brust, FCK-Coach Marco Kurz tätschelte dem Angreifer liebevoll den Kopf. Immerhin in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions war die Welt der «Roten Teufel» am Samstag noch in Ordnung.

Draußen auf dem sonst für seine Hexenkessel-Atmosphäre bekannten Betzenberg war das Selbstbild der Pfälzer dagegen zuvor kräftig aus den Fugen geraten. In der Schlussphase der Partie gegen den Hamburger SV hatten die Lauterer Anhänger Lakic bei jeder Aktion ausgepfiffen, ihn nach dem Spiel beleidigt und verhöhnt.

Kaiserslautern
Kaiserslautern Fanartikel

Kaiserslautern Tickets bei Viagogo bestellen

«Das ist ja Wahnsinn», schimpfte Kurz nach dem 1:1 (1:0) gegen den HSV, bei dem sein Team zum siebten Mal nacheinander sieglos und Lakic erneut ohne Treffer geblieben war. «So etwas habe ich hier noch nie erlebt», meinte der FCK-Coach sichtlich entsetzt. «Weder als Spieler noch als Trainer.»

Seit Saisonbeginn propagieren er und Kuntz gebetsmühlenartig, «dass wir den Klassenverbleib nur dann schaffen, wenn wir alle zusammen halten». Sobald ein Mosaik aus diesem Gesamtgebilde ausbricht, wird es im Überlebenskampf der Bundesliga schwer.


Doch nach dem erneut verpassten Befreiungsschlag ist die Stimmung in der Pfalz hoch explosiv. In ihrer Enttäuschung über den Absturz haben die FCK-Fans Lakic zum Sündenbock auserkoren. Der Stürmer hat in der Winterpause seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg zur kommenden Spielzeit angekündigt und seitdem nicht mehr getroffen. Die Anhänger fühlen sich vom einstigen Publikumsliebling im Stich gelassen.

«Natürlich bin ich enttäuscht, aber so ist es halt», sagte Lakic nach der Demütigung zunächst zurückhaltend. Je länger er aber nach seinem Befinden gefragt wurde, desto mehr gewährte der mit elf Treffern nach wie vor beste FCK-Stürmer einen Einblick in sein Innenleben. «Das ist respektlos», platzte es am Ende aus ihm heraus, ehe er von einem Mitarbeiter der Medienabteilung in die Kabine «entführt» wurde - zum Selbstschutz.

Schließlich können sie beim Aufsteiger jetzt alles gebrauchen, nur keinen Bruch zwischen dem Team und seinen Zuschauern. «Ich setze auf einen Selbstreinigungsprozess innerhalb der Fanszene», sagte Kurz nach der Begegnung hoffnungsvoll. «Es ist nur eine Gruppe, die gepfiffen hat, am Ende gab es auch schon wieder Lakic-Rufe.»

Doch diese angeblichen Sympathie-Bekundungen waren nur ins Ohr des Lauterer Trainers gedrungen. In Wahrheit hatten sich die Pfiffe sogar gegen das ganze Team gerichtet. Der FCK befindet sich am Scheideweg. Gelingt es ihm nicht, die Anhänger wieder auf die gemeinsame Linie einzuschwören, droht dem Club der direkte Wiederabstieg.

Auch HSV-Coach Armin Veh kritisierte das Verhalten der Lauterer Fans heftig. «So etwas kann nicht sein. Der Junge arbeitet wie ein Verrückter», sagte Veh. Seine eigenen Sorgen wirkten angesichts der Vorfälle ausnahmsweise einmal marginal. Im Kampf um einen Platz in der Europa League brachte das Remis, das durch den Lauterer Führungstreffer von Adam Hlousek (18. Minute) und den Ausgleich von Marcell Jansen (54.) zustande kam, die Hanseaten nicht weiter.

Der Hamburger Trainer, dessen Zukunft in «zwei bis drei Wochen» geklärt sein soll, gab sich dennoch kämpferisch. Am kommenden Spieltag kommt es zum Direktduell gegen Mainz 05. «Da müssen wir gewinnen», sagte Veh. Sonst droht auch in Hamburg die Stimmung wieder zu kippen.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
27.02. 09:44 - Podolski macht Fußball-Köln jeck - Dutt hadert
27.02. 09:38 - Mainz 05: Endlich raus aus der Ergebniskrise
26.02. 19:25 - Veh: Entscheidung in «zwei bis drei Wochen»
26.02. 19:18 - Nürnberger Ekici und Schalkes Escudero verletzt
26.02. 15:41 - Abstiegskrimi in Frankfurt - VfB unter Siegzwang
26.02. 13:01 - Bremens Youngster Trinks vor Startelf-Debüt
26.02. 11:59 - Diego-Drama rührt zu Tränen - Gladbach taumelt
25.02. 22:32 - Wolfsburg mit wichtigem Sieg: 2:1 gegen Gladbach
25.02. 16:45 - Hoeneß stichelt gegen BVB - Weidenfeller fällt aus
25.02. 16:19 - Der 24. Bundesliga-Spieltag im Telegramm
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com