Die Wolfsburger gingen damit in zweierlei Weise um: Sie schimpften auf den Schiedsrichter, indem sie das 1:1 wahlweise «irregulär» (Littbarski) oder eine «klare Fehlentscheidung» (Diego) nannten. Sie machten sich vor dem wichtigen Abstiegskampf-Duell am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach aber auch gegenseitig Mut. «Ich gehe aus diesem Spiel positiv raus», sagte Littbarski. «Wir müssen natürlich Punkte holen. Aber so, wie wir heute gespielt haben, werden wir das auch tun.» Der von ihm so gestärkte Diego meinte: «Ich würde sogar sagen, dass es eines unserer besten Spiele gewesen ist. Wenn wir so weiterspielen, wird sich unsere Situation bald verbessern.» Hoffnung macht dem VfL die ansteigende Form von Eckpfeilern wie Diego oder Arne Friedrich. Und dass die Mannschaft nach dem 1:2 noch einmal die Kraft und Moral für einen chancenreichen Endspurt aufbrachte. Auch die Freiburger glauben an eine Wolfsburger Rettung, auch wenn es Trainer Robin Dutt mit dem Lob ein wenig übertrieb. «Der Tabellenstand interessiert mich nicht», sagte er. «Wenn ich Diego hier spielen sehe - dann ist das Weltklasse. Ein Hasebe im Mittelfeld - überragend. Und die Flanken von Marcel Schäfer - sensationell.» Was die eigenen Aussichten angeht, halten sich die Breisgauer weiter zurück. Dabei trennt sie jetzt nur noch die Tordifferenz von einem der Europa-League-Plätze. «Machbar ist alles, man kann auch träumen. Aber eben nur von Spiel zu Spiel», sagte Reisinger.
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