1:1 in Lautern: BVB lässt Punkte liegen
Kaiserslautern (dpa) - 12.02.2011, 21:27 Uhr
Der Dortmunder Neven Subotic (vorn) sah vier Minuten vor Schluss die Gelb-Rote Karte.
Borussia Dortmund hat im Titelrennen der Fußball-Bundesliga wieder Punkte liegen gelassen und den elften Sieg im zwölften Auswärtsspiel verpasst. Durch den Last-Minute-Treffer von Jan Moravek rettete der 1. FC Kaiserslautern ein 1:1 (0:0) gegen den Tabellenführer. Sven Bender hatte die Westfalen in der 81. Minute in Führung gebracht. Fünf Minuten vor dem Ende sah der Dortmunder Neven Subotic die Gelb-Rote Karte. Vor 49 750 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion büßte der Tabellenführer zwei Zähler ein und hat nun nur noch zehn Punkte Vorsprung vor Verfolger Bayer Leverkusen. «So ist das bitter, so tut das einfach weh. Wir haben uns einfach ungeschickt angestellt. Am Schluss muss man das über die Zeit bringen», ärgerte sich BVB-Torschütze Bender. Auch sein Teamkollege Mats Hummels war unzufrieden. «Das war ein Glücksschuss», kommentierte er den späten Ausgleich. «Wir hatten zum Ende der Vorrunde zehn Punkte Vorsprung, wir haben jetzt zehn Punkte Vorsprung.» Lauterns Coach Marco Kurz konnte mit dem Zähler gut leben: «Wir waren heute mit dem späten Ausgleich auf der glücklichen Seite», meinte er.
Die «Roten Teufel» warten nach dem fünften Rückrundenspiel immer noch auf den ersten Sieg, ihre Lage im Abstiegskampf bleibt prekär. Das Team von Trainer Marco Kurz blieb auf dem 15. Platz, einen Punkt vor dem 1. FC Köln auf dem Relegationsrang. Beim Aufeinandertreffen des schlechtesten Rückrundenteams mit dem besten verpasste der BVB den elften Sieg in der Fremde und damit die Einstellung des Rekords von Werder Bremen (2003/2004) und des Hamburger SV (2005/2006). Der FCK trat mit Trauerflor gegen den Spitzenreiter an: Der frühere Stürmer Josef «Seppl» Pirrung (304 Erstliga-Spiele für den Verein) erlag im Alter von 61 Jahren einem Krebsleiden. Ohne den gesperrten Florian Dick und den verletzten Oliver Kirch, aber wieder mit Kapitän und Abwehrchef Martin Amedick warfen sich die Gastgeber vom Anpfiff an mit Vehemenz dem spielerisch überlegenen BVB entgegen. |