Hoffenheims Pezzaiuoli erhält Vertrag bis 2014
Zuzenhausen (dpa) - 03.02.2011, 14:57 Uhr
1899 Hoffenheim vertraut auf die Fähigkeiten von Marco Pezzaiuoli als Cheftrainer.
Die Hängepartie um Marco Pezzaiuoli bei 1899 Hoffenheim ist beendet: Der 42-Jährige erhält beim nordbadischen Fußball-Bundesligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Dies bestätigte Manager Ernst Tanner. «Wir brauchen das jetzt eigentlich nur noch auszudrucken, dann ist es auch beschlossen», sagte er zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern über den Vertragsentwurf. Pezzaiuoli hatte als Nachfolger von Ralf Rangnick bisher nur einen Kontrakt bis 2014 als Co-Trainer. Nun wird er zu deutlich erhöhten Bezügen unterschreiben. «Ich habe es nicht geschafft, dass er weniger verdient», scherzte Tanner. Der frühere DFB-Trainer Pezzaiuoli hatte sein Amt in Hoffenheim am 2. Januar mit viel Vorschusslorbeeren von Mäzen Dietmar Hopp angetreten. Die Verhandlungen zogen sich jedoch hin, zumal der Club schlecht in die Rückrunde startete: In Bremen unterlag das 1899-Team mit 1:2, dann gab es ein enttäuschendes 2:2 gegen den FC St. Pauli und das Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale in Cottbus. Mit dem überraschenden 1:0-Sieg auf Schalke am vergangenen Wochenende durfte Pezzaiuoli seinen ersten Bundesliga-Erfolg als Chefcoach feiern. «Wir hatten relativ viel zu tun», begründete Tanner die Hängepartie mit dem Erstliga-Novizen. An dessen Arbeit gebe es «nix zu mäkeln».
Gegen Kaiserslautern kann Pezzaiuoli am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Tabellenachten seinen ersten Heimsieg landen. «Im Vergleich zu Schalke wird das ein komplett anderes Spiel», prophezeite er. «Es ist ein Derby und es wird ein heißer Fight.» Als gebürtiger Mannheimer habe er in der Jugend immer mit dem FCK mitgefiebert. Zudem absolvierte Pezzaiuoli einst mit Lauterns Trainer Marco Kurz den Fußballlehrer-Lehrgang. Bei der Abschiedsfeier habe er Kurz ein Hemd geliehen - und bis heute nicht wiederbekommen. «Vielleicht denkt er am Samstag daran, das zurück zu geben», sagte Pezzaiuoli. Für ihn und die Hoffenheimer geht es darum, den Anschluss an die Europa-League-Plätze nicht vollends zu verlieren. Personell kann der 1899-Coach nicht aus dem Vollen schöpfen: Weiterhin fehlt der Langzeitverletzte Chinedu Obasi, ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Boris Vukcevic (grippaler Infekt), Isaac Vorsah (Probleme am Hüftbeuger) und Tobias Weis (Mittelfußprellung). Neuzugang Ryan Babel vom FC Liverpool wird sein Heim-Debüt bestreiten, der vom FC Bayern gekommene Edson Braafheid steht zumindest im Kader.
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