Für die bisher nur 15 Neuzugänge vom Dezember und Januar hat die Liga 24,4 Millionen Euro ausgegeben, zum Transferschluss im vergangenen Jahr waren es 42 Spieler für 13,5 Millionen. Spektakulärste Verpflichtung war der Coup von Bayern München mit Luiz Gustavo, der in Hoffenheim eine Krise auslöste und Trainer Ralf Rangnick vertrieb. Für rund 17 Millionen wechselte der Brasilianer zum deutschen Rekordmeister, der 14 Punkte auf Tabellenführer Borussia Dortmund aufholen will und Verstärkung nötig hat. Ein «Neuzugang» kostet den FC Bayern keine Ablösesumme: Der lange verletzte Vizeweltmeister Arjen Robben steht vor seinem Saisondebüt. Spitzenreiter BVB konnte es sich leisten, die Finger von den Wühltischen des Winterschlussverkaufes zu lassen. Auch die Verfolger Bayer Leverkusen und FSV Mainz 05 sowie der Großeinkäufer des vergangenen Sommers, der FC Schalke 04, waren weitgehend untätig. Felix Magath will noch Jermaine Jones, Hans Sarpei, Alexander Baumjohann, Albert Streit und Erik Jendrisek abschieben. Jendrisek könnte beim SC Freiburg Sturmpartner von Torjäger Papiss Demba Cissé werden. Bei Werder Bremen steht der Schwede Denni Avdic vor einer schweren Aufgabe: Er soll den für 2 Millionen Euro zu Besiktas Istanbul abgewanderten Stürmer Hugo Almeida ersetzen. Beim kriselnden Hamburger SV will Trainer Armin Veh noch einen Innenverteidiger, ebenso sein Frankfurter Kollege Michael Skibbe. Doch der Eintracht droht zum Saisonende schon jetzt ein Minus von 3 bis 5 Millionen Euro. Da ist nicht mal ein Schnäppchen drin. Trotz der prekären Tabellensituation hat der VfB Stuttgart keine Panikkäufe getätigt. Bei Schlusslicht Borussia Mönchengladbach und beim 1. FC Köln investierten die Verantwortlichen für den Abstiegskampf: Mike Hanke, Martin Stranzl und Havard Nordtveit wechselten zu Gladbach. Die Kölner holten unter anderem den vereinslosen Torhüter Michael Rensing (früher FC Bayern München) und Hoffenheims Linksverteidiger Christian Eichner.
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