VfB Stuttgart: Camoranesi darf gehen, Träsch nicht
Stuttgart (dpa) - 13.01.2011, 15:43 Uhr
Mauro Camoranesi will den VfB Stuttgart bereits wieder verlassen.
Vor dem Rückrundenstart gegen den FSV Mainz 05 nimmt beim VfB Stuttgart das Personalkarussell an Fahrt auf. Der frühere italienische Nationalspieler Mauro Camoranesi will den abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten verlassen, der tschechische Verteidiger Zdenek Pospech soll kommen. Zudem verweigert VfB-Manager Fredi Bobic Nationalspieler Christian Träsch die Freigabe für den FC Schalke 04. Bobic bestätigte, dass er im Trainingslager im türkischen Belek mit Camoranesi «ein längeres, respektvolles Gespräch» geführt habe. Auch mit dem Manager des Weltmeisters von 2006 und 55-maligen Nationalspielers habe er schon verhandelt. «Wir legen ihm keine Steine in den Weg», stellte der Sportdirektor klar, dass der VfB stark an einer Lösung interessiert ist. Camoranesi hat zwar nicht die hohen sportlichen Erwartungen erfüllt, Bobic betonte aber das hervorragende persönliche Verhalten des Routiniers: «Wir möchten deshalb, dass die Geschichte sauber zu Ende geht.»
Der erst im Sommer für etwa zwei Millionen Euro Ablöse von Juventus Turin gekommene 34 Jahre alte Mittelfeldspieler sieht in Stuttgart keine Perspektive mehr für sich. «Für den VfB und für mich wäre es die beste Lösung, wenn wir uns wieder trennen würden», sagte Camoranesi der «Stuttgarter Zeitung» (Donnerstag-Ausgabe). Bobic sagte den «Stuttgarter Nachrichten»: «Wir kommen seinem Wunsch nach, wenn er einen Verein bringt, der unsere finanziellen Vorstellungen erfüllt.» Schalkes Trainer und Manager Felix Magath hatte im Trainingslager im türkischen Belek sein Interesse an Träsch bekundet. Angeblich ist Schalke bereit, im Sommer acht Millionen Euro für den 23 Jahre alten Mittelfeldspieler zu bezahlen. «Es interessiert mich nicht, wenn da Anfragen sind», versicherte Bobic und beteuerte zugleich, dass sich Magath nicht bei ihm gemeldet habe. Der Schalker wisse, dass er da auf taube Ohren stoßen würde. |