CISSÉ: Als Papiss Demba Cissé im Januar vom FC Metz zum SC Freiburg kam, musste sich SC-Coach Robin Dutt fragen lassen, wie er für den Stürmer eines französischen Zweitligisten 1,5 Millionen Euro und damit die höchste Ablöse der Club-Geschichte ausgeben könne. Heute ist die Kritik längst verstummt. Denn der 25 Jahre alte senegalesische Nationalspieler führt mit 13 Toren gemeinsam mit dem Frankfurter Theofanis Gekas die Torschützenliste an. Der technisch starke Cissé hat den berühmten Tor-«Riecher». Wieder hergeben würden sie ihn nur für eine Ablöse, die «schwindelerregend» (Dutt) wäre. FLOPS: GROSS/KELLER: Christian Gross wurde vom Rückrunden-Helden zum Vorrunden-Flop: Der Trainer erlebte beim VfB Stuttgart das, was schon sein Vorgänger Markus Babbel durchmachen musste. Zwar führte er die Schwaben von einem Abstiegsplatz noch in die Europa League. Doch nach dem Verlust von Topleuten und einer verfehlten Einkaufspolitik stürzte der VfB in dieser Runde erneut ab. Gross musste Mitte Oktober nach nur drei Punkten aus sieben Partien gehen. Die Beförderung von Jens Keller zum Cheftrainer erwies sich ebenso als Flop - nach nur 60 Tagen machte er Platz für Bruno Labbadia. Angeschlagen ist nun auch die VfB-Führung um Präsident Erwin Staudt. ARNAUTOVIC: Der österreichische Nationalstürmer kam mit großen Vorschusslorbeeren nach Bremen. Das größte Talent des Landes seit vielen Jahren sei Arnautovic, erklärte der ehemalige Bremer Andreas Herzog. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten deutete der Offensiv- Spieler allerdings nur ganz selten an, gelungene Spielzüge mit seinem Kollegen waren die Ausnahme. Auffällig war dagegen eher sein Verhalten. Schon nach wenigen Wochen riet ihm Werder-Kapitän Torsten Frings zu einem weniger arroganten Auftreten. OLDIE-TRUPPE: Der zu Saisonbeginn viel gelobte Zé Roberto steht für das traurige Mittelmaß des Hamburger SV. Mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren hat das dritt-teuerste Team der Liga seinen Zenit überschritten - die letzten Auftritte des Brasilianers wirkten lustlos und ohne Bindung. Ob er im Januar aus seiner Heimat zurückkommt, wird an der Elbe bezweifelt. Auch Stürmerstar Ruud van Nistelrooy verrichtet nur noch Dienst nach Vorschrift. Trainer Armin Veh muss zudem jede Woche die Aufstellung ändern: Ein Dutzend Verletzte erschwerte dem ehemaligen VfB-Meistertrainer die Arbeit. UMBRUCH: Trainer Felix Magath geriet nach dem katastrophalen Schalker Start mit vier Bundesliga-Niederlagen vor allem wegen seiner umstrittenen Personalpolitik in die Kritik. 15 neue Spieler für rund 37 Millionen Euro, 14 Abgänge (Einnahme etwa 16 Mio. Euro) - der Umbruch schien zu groß. Die neuen Stars Raúl und Klaas-Jan Huntelaar verbreiteten zwar bald Glanz. Doch in der Abwehr hakte es nach den Abgängen von Marcelo Bordon, Rafinha und Heiko Westermann gewaltig. Der anfangs völlig verunsicherte Christoph Metzelder hatte auch wegen seiner Dortmunder Vergangenheit einen schweren Stand bei den Fans. Immerhin zog die Elf ins Achtelfinale der Champions League ein.
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