Von den anderen BVB-Verfolger erlebte nur der Tabellenvierte Mainz 05 einen Rückschlag. Gegen den FC Schalke 04 musste das Team von Thomas Tuchel die fünfte Niederlage hinnehmen - das Tor des Tages erzielte Jefferson Farfan (30.) für die «Königsblauen», die einen großen Sprung von Rang 15 auf Platz zehn machten. Auch dank Torwart Manuel Neuer: Er parierte einen Elfmeter des Mainzers André Schürrle. Das Überraschungsteam von Hannover 96 setzte dank Doppeltorschütze Didier Ya Konan mit dem fünften Sieg in Serie seinen Höhenflug fort und überwintert nach dem 2:1 gegen den VfB unter den Top 5. Zwar fällt der Ivorer wegen einer Meniskus-Operation nun einige Wochen aus, doch das trübt die Freude über die beste Hinrunde der Niedersachsen kaum. «Wir genießen es und freuen uns, aber es gibt keinen Grund, neue Ziele zu formulieren», sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke. Bayer Leverkusen untermauerte mit dem 4:2 in Hamburg seine Ambitionen als erster BVB-Jäger. «Dortmund spielt eine unglaubliche Saison, phänomenal. Aber man muss wissen, dass das nicht immer so weiter geht», sagte Bayer-Coach Jupp Heynckes, dessen Elf die Schwächen des HSV schonungslos aufdeckte und wütende Fan-Proteste beim Gegner auslöste. Nach der erneut desolaten Vorstellung machen die Anhänger vor allem Clubchef Bernd Hoffmann für die Talfahrt verantwortlich und fordern dessen Rücktritt. Armin Veh sieht ein «mentales Problem» bei seinen Profis und wirkte ratlos: «Wir stecken in einer schweren Krise und es besteht die Gefahr einer Spirale.» Nicht minder brisant ist die Lage beim VfL Wolfsburg, wo die Fans nach der trostlosen Nullnummer beim 1. FC Kaiserslautern ihrem Unmut Luft machten. «Wir haben die Schnauze voll», schallte es Edin Dzeko und seinen Kollegen entgegen. «Natürlich können die Fans mit den Ergebnissen und der Spielweise der letzten Wochen nicht zufrieden sein. Unsere Geduld ist auch strapaziert», sagte Manager Dieter Hoeneß. Der Ex-Meister ist nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt und verabschiedete sich von höheren Zielen. «Im Moment von der Europa League zu sprechen, wäre vermessen», räumte Hoeneß ein. Im Tabellen-Keller gelang dem 1. FC Köln dank des eingewechselten Torschützen Christian Clemens (56.) mit dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt der erhoffte Befreiungsschlag. Zwar zog sich Nationalstürmer Lukas Podolski eine leichte Sprunggelenksverletzung zu, humpelte früh vom Feld, doch die Freude über den Sieg ließ sich Trainer Frank Schaefer nicht nehmen. «Wenn man weiß, wie groß der Druck war und gesehen hat, dass sie allen Widerständen getrotzt hat, muss ich den Hut vor der Mannschaft ziehen.»
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