Die taktische Umstellung von einem auf zwei Stürmer und die Rückkehr zur Raute mit Jarolim als Sechser und Piotr Trochowski sollte den großen Leistungsschwankungen Einhalt gebieten. Die Folge der erneuten Umstellung war aber wieder fehlende Abstimmung. Zu viele Pässe erreichten statt eines Mitspielers den Gegner. So hatte Bayer vor 51 225 Zuschauern in der 20. Minute die erste Großchance, als Eren Derdiyok frei vor dem Tor an Schlussmann Frank Rost scheiterte. Auch dieser Möglichkeit war ein kapitaler Abspielfehler von Zé Roberto vorausgegangen. Zum Tor zehn Minuten später kam Sam nach einer Vorlage von Arturo Vidal. Nach dem sechsten Saisontor freute sich der ehemalige Hamburger und zeigte demonstrativ auf das Bayer-Logo. Der HSV hatte Sam in der vergangenen Saison an den damaligen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen, dann aber nach Leverkusen verkauft. Vidal (35.) hätte in seinem 100. Bundesliga-Spiel die Führung sogar ausbauen können, scheiterte aber auch an Rost. Eine Großchance vergab Jonathan Pitroipa (40.), als er sechs Meter vor dem Gehäuse zu hektisch vergab. Das wenig gefällige Spiel der Hausherren wurde schon zur Pause mit Pfiffen von den Zuschauerrängen bestraft. Wenig spielerischen Glanz boten die Gastgeber auch in der der zweiten Hälfte. Nach einem Eckball sprang der Ball an das Knie von Vidal und dann ins Tor. Eine Vorlage von Pitroipa schoss van Nistelrooy hoch über das Tor von Adler. Der Chilene Vidal traf nach einer Ecke zum 2:1, Renato Augusto erstickte mit dem 3:1 alle Hamburger Hoffnungen auf zumindest einen Punkt im letzten Heimspiel des Jahres. Dann lenkte auch noch der starke Rost einen Torschuss von Augusto in sein Tor und schüttelte fassungslos den Kopf. Der Treffer des eingewechselten Eljero Elia reichte nicht mehr für die Wende.
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