Die 96-Verantwortlichen hatten schon im Sommer signalisiert, den für rund 4,5 Millionen Euro aus Wolfsburg geholten Stürmer vorzeitig ziehen zu lassen. Es fand sich nur kein zahlungswilliger Interessent. So blieb Hanke in Hannover, rückte aus Mangel an Alternativen zuletzt wieder in den Kader und wurde bei Kurzeinsätzen von den eigenen Zuschauern ausgepfiffen. Wenn ein Stürmer ins Tor trifft, dann ist er allerdings auch schnell wieder ein Liebling der Fans. Schon beim Siegtreffer in der Nachspielzeit der Partie gegen den Hamburger SV feierten die 96-Anhänger den zuvor ausgebuhten Angreifer. Danach traf er noch gegen Freiburg und Mönchengladbach. «Jetzt habe ich mal 30 Minuten gespielt, aber ich bin immer noch unzufrieden», sagte Hanke. «Ich muss eine Perspektive haben, länger zu spielen. Das habe ich hier oft nicht gehabt, war teilweise nicht mal im Kader.» Ins Konter-Konzept von Trainer Mirko Slomka passt Hanke als wuchtiger Strafraumstürmer jedenfalls nicht. Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue und neuerdings Jan Schlaudraff sind vor Hanke dran. «Der Trainer macht alles richtig», sagte Hanke voller Einsicht über den Coach: «Da kann ich keine Ansprüche stellen.» Der Trainer erklärte: «Anders als Mike können Didier Ya Konan und Mohamed Abdellaoue mehrere Systeme spielen.» Dennoch sei er froh, «dass wir auch ihn im Kader haben». Das finden im übrigen auch die Mitspieler. «Er war immer Teil unserer Mannschaft und wichtig», berichtete Christian Schulz. Und Sergio Pinto sagte: «Es wäre ärgerlich, wenn er uns im Winter verlassen würde.» Am Ende der Saison läuft der gut dotierte Vertrag des Stürmers aus. Am liebsten würde Hanke aber wohl schon im Winter wechseln. Es wäre die letzte Chance für Hannover, zumindest ein bisschen von der hohen Ablöse zurückzuholen. Mit jedem weiteren Joker-Tor Tor dürfte die Nachfrage steigen.
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