Das Tempo blieb hoch, die Partie unterhaltsam. Die Kölner, bis dahin ohne echte Torchance, zeigten sich auch ohne ihren verletzten Stürmer Milivoje Novakovic unbeeindruckt vom Rückstand. Der starke Lukas Podolski, zuletzt vor allem durch Frustabbau aufgefallen, zwirbelte einen Freistoß auf Geromel, und dessen Direktabnahme klatschte vom Innenpfosten ins Netz (27.). Bayer machte auch in der Folge das Spiel, aber Köln setzte bei Kontern unangenehme Nadelstiche. Podolski scheiterte mit einem Rechtsschuss an Adler (40.). Drei Minuten später musste Bayers Abwehrchef Sami Hyypiä verletzt runter - für den Finnen kam Rolfes. Am Montag sollen wenigstens die verletzten Michael Ballack und Stefan Kießling wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Angetrieben vom engagierten Podolski, kamen die Kölner noch mutiger aus der Kabine. Doch im Stil einer Spitzenmannschaft regelte Leverkusen früh die Verhältnisse. Sidney Sam ließ die Hereingabe des erneut starken Arturo Vidal durch, und Barnetta gelang das 2:1 (55.). Die Kölner Antwort: Adam Matuschyk scheiterte aus drei Metern an Adler, Podolskis Treffer im Nachfassen wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben (58.). Genauso rasant verlief auch die letzte halbe Stunde. Nach Gonzalo Castros Ecke köpfte Manuel Friedrich zunächst an die Unterkante der Latte, aber Reinartz (61.) vollendete ebenfalls per Kopf zum 3:1 - das 15. Bayer-Tor nach einer Standardsituation. Kölns Coach Frank Schaefer brachte Lanig (64.). 55 Sekunden im Spiel, veredelte der Joker eine tolle Vorarbeit von Podolski zum 2:3. Und Lanig hätte beim nächsten Angriff den Ausgleich machen müssen, als er eine Ehret- Flanke aus drei Metern nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Die aufopferungsvoll kämpfenden Kölner zwangen Bayer in der Schlussphase zu einer Abwehrschlacht, wurden jedoch nicht mehr belohnt.
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