Borussia Dortmund wandelt auf den Spuren von Eintracht Frankfurt und des 1. FC Kaiserslautern. Nur diesen beiden Clubs gelang es in der bisherigen Bundesliga-Historie, sich bereits am 15. Spieltag die Herbstmeisterschaft zu sichern.
Durch die 1:2-Niederlage vom FSV Mainz in Frankfurt ist das Team von Trainer Jürgen Klopp bis zum Beginn der Winterpause am 19. Dezember nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.
Der inoffizielle Titel verheißt Gutes. In immerhin 31 von 47 Fällen hielt der Herbstmeister am Ende die Schale in die Höhe. Auch die Borussia machte in den Spielzeiten 1994/1995 und 1995/96 gute Erfahrungen und ließ sich den in der Hinrunde errungenen Vorsprung nicht mehr nehmen. Häufigster Herbstmeister ist der FC Bayern München (16), gefolgt von Werder Bremen (6) und Borussia Mönchengladbach (4).
Allerdings gibt es für den BVB mahnende Beispiele. So erlebte 1899 Hoffenheim 2008/2009 den tiefsten Sturz eines zur Halbzeit führenden Teams und musste sich nach dem 34. Spieltag mit Rang sieben begnügen. Und selbst der große Vorsprung eines frühen Herbstmeisters nutzt mitunter wenig. Mit fünf Zählern führten die Frankfurter 1993 (Zwei- Punkte-Regel) die Tabellen am zweitletzten Hinrunden-Spieltag an, kamen aber nur als Fünfter ins Ziel. Dagegen rettete der ebenfalls am 15. Spieltag zum Herbstmeister gekürten Aufsteiger aus Kaiserslautern den Vorsprung in der Saison 1997/98 über die Zeit.