Sie sind hier: Startseite > 1. Bundesliga > Spielberichte > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Bayern klettern weiter: 3:0 im Derby

München (dpa) - 14.11.2010, 20:16 Uhr

Mario Gomez (l) schießt zum 1:0 ein, FCN-Torwart Raphael Schäfer ist geschlagen.
Mario Gomez (l) schießt zum 1:0 ein, FCN-Torwart Raphael Schäfer ist geschlagen.

Bayern München um Doppel-Torschütze Mario Gomez nimmt bei seiner Klettertour in der Fußball-Bundesliga wieder die Champions-League-Plätze in Angriff. Durch das 3:0 (1:0) im 181. bayerisch-fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg rückte der deutsche Rekordmeister auf Platz sechs.

Vor 69 000 Zuschauern trafen Gomez (10./75.) mit seinen Saisontoren sechs und sieben und Kapitän Philipp Lahm (57.) per Foulelfmeter für die souveränen Münchner. Gomez vergab in der 87. Minute mit einem verschossenen Foulelfmeter sogar noch einen höheren Sieg, doch Bayerns Spielmacher Bastian Schweinsteiger war trotzdem verstimmt.

«Für mich ist das unglaublich, dass ein Spieler auf dem Platz spuckt», schimpfte Schweinsteiger in «Liga total» über seinen Gegenspieler Javier Pinola, «das ist ein Verhalten, das gehört nicht in die Bundesliga und normalerweise muss da was nachkommen. Das ist kein Fairplay, kein Respekt.»

Die Bayern blieben im achten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen und feierten zudem zwei wichtige Comebacks. Erstmals seit knapp einem Jahr lief Breno wieder auf - und der erste Einsatz des Franzosen Franck Ribéry seit dem 21. September sorgte sogar für Szenenapplaus auf der Tribüne.

«Wir haben heute souverän gespielt. Die Mannschaft bekommt ein Extralob», kommentierte Bayern-Coach Louis van Gaal und sagte trotz der zwölf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund dem BVB den Kampf an, «wir müssen versuchen, bis zur Winterpause mindestens 30 Punkte zu holen. Ich glaube die Meisterschaft ist immer noch möglich.» Dortmund habe zwar «eine gute Mannschaft», aber auch «sehr viel Glück zur Zeit». Die Nürnberger haderten mit sich selbst. «Sie waren den Tick geiler auf diesen Sieg», gab Torhüter Raphael Schäfer zu.


Die Münchner waren zum Siegen verdammt. Dementsprechend engagiert, fokussiert und präsent begann das Starensemble von van Gaal, der zum dritten Mal nacheinander der gleichen Startelf vertraute. Mit geschicktem Positionsspiel und phasenweise schnellem Passspiel arbeiteten sich die Münchner vor das Nürnberger Tor; gleich beim ersten gelungenen Angriff klingelte es. Gomez verwertete einen schönen Doppelpass zwischen Danijel Pranjic und Toni Kroos zu seinem zehnten Tor in den letzten acht Pflichtspielen. Für den agilen Pranjic war es bereits der fünfte Assist in dieser Saison.

Mut- und harmlos fanden die Franken gegen die kluge Raumaufteilung der Favoriten kein Mittel. Aggressive Zweikampfführung Fehlanzeige. Vom magischen Dreieck um Bayern-Leihgabe Mehmet Ekici, Ilkay Gündogan und Julian Schieber war zunächst überhaupt nichts zu sehen. Immer wieder setzten die Gastgeber Nadelstiche über das linke Duo Pranjic und Kroos. Bei einen Kopfball von Martin Demichelis (24.) und einem Freistoß von Hamit Altintop (43.) hätten die Bayern auf 2:0 erhöhen können - aber richtig zwingend war der FC Bayern vor der Pause nicht. Nürnberg tauchte in der 37. Minute erstmals vor dem Bayern-Tor auf, doch Jens Hegeler hämmerte den Ball zwei Meter drüber.

«Sie spielen ganz ordentlich. Sie kontrollieren das Spiel, aber es ist nichts Hochklassiges», analysierte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer in der Pause. Dafür ging es auf dem Weg in die Kabine umso aufregender zu. Schweinsteiger und Pinola gifteten sich an, und ähnlich intensiv ging es im zweiten Durchgang weiter. Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte war die Nürnberger Selbstfindungsphase endgültig vorbei. Giftig in den Zweikämpfen, zielstrebig im Spiel nach vorn verpassten die Gäste durch Schieber zweimal den Ausgleich (53./54.).

Mitten in dieses Zwischenhoch schlugen die Bayern eiskalt zu. Club-Torhüter Raphael Schäfer konnte Gomez nur noch per Foul bremsen - den fälligen Elfmeter verwandelte Lahm in seinem 150. Bundesliga- Spiel zum 2:0 (57.). Die Nürnberger schüttelten sich kurz und blieben dran. Pinolas Schuss rasierte den Außenpfosten (61.), die Partie war jetzt um eine Klasse besser als vor der Halbzeit.

Nach Ribérys umjubelter Einwechslung hätte der Superstar beinahe gleich bei seiner ersten Aktion das 3:0 vorgelegt. Seine butterweiche Hereingabe konnte der ebenfalls eingewechselte Müller im 50. Liga- Spiel jedoch nicht nutzen. Gomez machte es vier Minuten besser und alles klar. Drei Minuten vor dem Ende vergab der Schwabe sogar noch den höchsten Saisonsieg. Nach Ribérys Zuckerpass wurde Müller von Pinola gelegt, doch Gomez schoss den Elfer in den Nachthimmel. Im Spitzenspiel am kommenden Samstag bei Bayer Leverkusen wird wieder ein anderer schießen. «Ich war 100 Prozent sicher», sagte Gomez, «vielleicht war ich mir zu sicher. Schade, jetzt muss ich mich wieder hinten anstellen.»

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
14.11. 18:45 - Cissé schockt Hoffenheim - SC Freiburg Vierter
14.11. 17:58 - Cissé schockt Hoffenheim - Spätes 1:0 für Freiburg
14.11. 17:25 - Hoffenheim verpasst Anschluss - 0:1 gegen Freiburg
13.11. 20:52 - Mainzer Boy-Band aus dem Takt - 0:1 gegen Hannover
13.11. 19:19 - Stark als Buhmann - VfL fühlt sich betrogen
13.11. 19:04 - Gladbach beendet schwarze Serie: 4:0-Sieg in Köln
13.11. 19:01 - Wahnsinn in der Pfalz: FCK macht aus 0:3 ein 3:3
13.11. 18:39 - Bremen holt nur einen Punkt: 0:0 gegen Frankfurt
13.11. 18:37 - 0:1 gegen Bayer: St. Pauli nun im Abstiegskampf
13.11. 18:07 - VfL verspielt erneut Sieg: Nur 2:2 gegen Schalke
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com