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BVB enteilt der Konkurrenz - Freiburg im Glück

Düsseldorf (dpa) - 14.11.2010, 18:56 Uhr

Papiss Demba Cissés (l) Tor bescherte Freiburg den Sieg.
Papiss Demba Cissés (l) Tor bescherte Freiburg den Sieg.

Borussia Dortmund zieht an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga einsam seine Kreise und hält die Konkurrenz auf Distanz. Mit dem zehnten Sieg im zwölften Spiel und sieben Punkten Vorsprung ist der BVB ein ernsthafter Titelkandidat.

«Was hier seit Wochen passiert, ist einfach nur Wahnsinn», meinte Borussen-Profi Marcel Schmelzer. «Die können richtig gut Fußball spielen», befand Hamburgs Trainer Armin Veh, der mit seinem Team 0:2 in Dortmund unterlag. Erster BVB-Jäger ist nach der Mainzer Schwächeperiode jetzt Bayer Leverkusen. Im Tabellenkeller hat der 1. FC Köln nach der Derby-Pleite die «Rote Laterne» übernommen.

Auf die Kölner und ihren derzeitigen Trainer Frank Schaefer kommen nach der demütigenden 0:4-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach ungemütliche Zeiten zu. Am 17. November steht zudem die Jahreshauptversammlung an. Manager Michael Meier zeigte sich kämpferisch und gab dem Coach Rückendeckung. «Es geht weiter mit Frank Schaefer in der besprochenen Form», betonte Meier. Die Gladbacher jubelten über ihren ersten Sieg nach neun Spielen. «Das sind drei Punkte auf dem Papier, aber neun im Kopf», sagte Borussen-Profi Tobias Levels. Stürmer Raul Bobadilla war mit zwei Treffern und einem Assist der Matchwinner.

Verfolger Nummer eins des Spitzenreiters ist Bayer Leverkusen. Die Rheinländer landeten durch den späten Treffer von Renato Augusto den ersten Sieg beim FC St. Pauli und eroberten damit den zweiten Tabellenplatz. «Wir sind gut drauf, kommen mit breiter Brust und spielen guten Fußball», befand Bayer-Keeper Rene Adler. Der Sprung auf Rang zwei war allerdings nur durch den dritten Mainzer Patzer in Serie möglich. «Uns fehlt im Moment die Lockerheit», meinte FSV-Profi Andreas Ivanschitz nach der 0:1-Niederlage gegen Hannover 96. «Willkommen in der Wirklichkeit», sagte Trainer Thomas Tuchel nach dem Sturz auf Rang drei.

Nach sieben Spielen ohne Niederlage hält sich Eintracht Frankfurt weiterhin in der Spitzengruppe der Liga. Das 0:0 bei Werder Bremen werteten die Hanseaten als kleinen Hoffnungsschimmer in der sportlichen Krise. «Wir müssen den Punkt im Stillen mitnehmen, stolz können wir darauf nicht sein», meinte Werder-Profi Per Mertesacker. Trainer Thomas Schaaf war trotz des dritten Spiels ohne Sieg zufrieden: «Die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt.» Mit einem Last-Minute-Tor durch Cissé hat der SC Freiburg glücklich bei 1899 Hoffenheim gewonnen. Die Freiburger kletterten dadurch vom neunten auf den vierten Tabellenplatz.


Eine spektakuläre Partie erlebten die Zuschauer beim 3:3 zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem VfB Stuttgart. 3:0 führten die Schwaben bereits, ehe der FCK - unterstützt von seinem fantastischen Publikum - eine furiose Aufholjagd startete. «Das war heute wieder das typische Betzenberg-Feeling», meinte VfB-Manager Fredi Bobic. Den Punkt rettete den Pfälzern Mathias Abel. «Der Betze hat wieder gelebt, die Stimmung war überragend», sagte der Torschütze.

Große Empörung gab es beim VfL Wolfsburg nach dem 2:2 gegen Schalke 04. Dem Schalker Ausgleichstreffer ging ein Handspiel des Torschützen Klaas-Jan Huntelaar voraus, Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte es nicht geahndet. «Unglaublich, das war Handball von Huntelaar», wetterte Wolfsburgs Trainer Steve McClaren.

2:0 hatte sein Team schon geführt, ehe den Schalkern noch der glückliche Punktgewinn gelang. Manager Dieter Hoeneß war empört. «Herr Stark gilt ja als einer unserer Besten. Heute fragt man sich, warum», sagte Hoeneß. Trotz des Remis bleibt Schalke auf Rang 16.

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