Trotz vieler Rückschläge, darunter eine noch in seiner Zeit bei Hannover 96 festgestellte Herzkrankheit, dann wiederholt schwere Blessuren, war Kämpfer Asamoah stets ein Vorbild und erzielte in 279 Erstliga-Spielen für die Schalker 44 Tore. 43 Mal trug der Vize- Weltmeister von 2002 das Trikot der deutschen Nationalelf (sechs Tore). Dennoch ließ Magath den aus seiner Sicht in die Jahre gekommenen Offensiv-Mann trotz eines bis 2011 laufenden Vertrages gehen. Und da die Knappen unbedingt Personal von ihrer Lohnliste haben wollten, kamen sie dem nur über einen begrenzten Spielraum verfügenden FC St. Pauli finanziell entgegen. Der Transfer klappte außerdem auch, weil Trainer Holger Stanislawski sowie der einst für Schalke und heute für die St. Paulianer tätige Sportchef Helmut Schulte sich sehr um den erfahrenen Dribbelkünstler bemühten. Sie vermittelten ihm so das Gefühl, dass sie ihn unbedingt haben wollten. «Die Gespräche mit dem FC St. Pauli waren von Anfang an sehr angenehm», berichtete der gebürtige Ghanaer Asamoah, der seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland lebt. Doch obwohl er sich in der Hansestadt und beim Kiez-Club wohl fühlt, wird er nach Ablauf seines Zweijahresvertrags von der Elbe in das Ruhrgebiet nach Gelsenkirchen zurückkehren. Denn es wurde vertraglich festgehalten, dass Asamoah nach seinem Karriere-Ende im Stab für «S04» arbeiten wird. Und dann könnte er auch wieder öfter den Rasen im riesigen Schalker Fußballtempel betreten.
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